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19.09.2014

Rezension: „City of Lost Souls“ - Cassandra Clare

Titel: City of Lost Souls
Autor: Cassandra Clare
Verlag: McElderry Books
Reihe: The Mortal Instruments # 5
ISBN: 978-1-4424-1687-1
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe

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Inhalt:


When Jace and Clary meet again, Clary is horrified to discover that the demon Lilith’s magic has bound her beloved Jace together with her evil brother Sebastian, and that Jace has become a servant of evil. The Clave is out to destroy Sebastian, but there is no way to harm one boy without destroying the other. As Alec, Magnus, Simon, and Isabelle wheedle and bargain with Seelies, demons, and the merciless Iron Sisters to try to save Jace, Clary plays a dangerous game of her own. The price of losing is not just her own life, but Jace’s soul. She’s willing to do anything for Jace, but can she still trust him? Or is he truly lost? [Quelle: Verlag]

Meine Meinung:


Bevor ich zu meiner Rezension komme, der Hinweis, dass diese Rezension Spoiler zu den vorherigen Bänden (Teile 1-4) enthalten kann!

Zunächst muss ich sagen, dass ich seit dem zweiten Teil „City of Ashes“ ein wirklich großer Fan der Reihe bin und ich alle Teile in weniger als zwei Tagen verschlungen habe. So war es auch bei „City of Lost Souls“, jedoch – wie ich leider sagen muss – hat mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen wie die vorherigen, denn einige Kritikpunkte, die ich schon länger hatte, sind hier leider immer deutlicher hervorgetreten. 

Der Einstieg in das Buch ist sehr direkt. Man wird sofort in die Handlung hineingeworfen, ohne dass groß das, was in den vorherigen Bänden geschehen ist, noch einmal aufgefrischt wird. Dies kann dann vor allem zum Problem werden, wenn eine etwas längere Zeit zwischen Band 4 und 5 liegt. Dies war jedoch bei mir nicht der Fall, da ich beide Bände in relativ kurzer Zeit hintereinander weg gelesen habe. 
Etwas, mit dem jeder Band dieser Reihe, so auch dieser, punkten kann, ist die konstant aufrechterhaltene und hohe Spannung. Es gibt eigentlich keine einzige Stelle in dem Buch, an dem man ohne Probleme zu lesen aufhören könnte. Da macht es auch relativ wenig aus, dass die Kapitel – meiner Meinung nach – etwas zu lang sind. 
Cassandra Clares Schreibstil lässt sich sehr flüssig und schnell lesen. Er ist desweiteren relativ schnörkellos, jedoch bindet die Autorin des Öfteren Fremdwörter oder ganze Sätze aus anderen Sprachen mit ein – Latein, Französisch und Italienisch. Zwar sind diese Sätze meist so einfach, dass man sie, auch wenn man die Sprachen nicht spricht, sich relativ gut herleiten kann – mal abgesehen von den lateinischen, für die man definitiv mehrere Jahre Schul-Latein braucht, um sie wirklich zu verstehen, dann geht es aber auch relativ gut. An dieser Stelle wäre es schön gewesen, wenn die Autorin die Übersetzung auch immer gleich mit eingebunden hätte für diejenigen, die eben nicht sich jahrelang durch Latein „gequält“ haben. 
Kommen wir nun zu der Handlung. Es ist ja mittlerweile schon gang und gäbe geworden, dass Clary diejenige ist, die Jace zu retten versucht. Anfangs war das zwar noch erfrischen anders, denn sonst sind es immer die Herren der Schöpfung, die die hilflosen Fräuleins retten. Jedoch wäre es nun auch wirklich mal schön, Clary und Jace Seite an Seite kämpfen zu sehen, ohne dass der eine den anderen ständig vor dem sicheren Tod bewahren muss.
Und genau da kommen wir auch schon zu meinem nächsten Kritikpunk: Das, wie ich es getauft habe, „Stehaufmännchen-Syndrom“. Ist euch schon einmal aufgefallen, wie oft Protagonisten von der „guten“ Seite sterben und dann doch wieder nicht sterben? Allen voran Simon und Jace, die das in den vorherigen Bänden ja bis zum Exzess getrieben haben. Jedes Mal frage ich mich: Muss das wirklich sein? Mittlerweile ist das Ganze so unglaubwürdig geworden, dass ich mir, sobald wieder jemand tödlich verletzt worden ist, denke: „Ach, dem passiert schon nichts.“ 
Das „Stehaufmännchen-Syndrom“ hat auch unter anderem dazu geführt, dass ich Simon nicht mehr leiden kann. An sich ist er ja wirklich ein netter Kerl, aber irgendwie ist er manchmal so unglaubwürdig dargestellt. Er ist viel zu aufopferungsvoll und denkt nie an sich selber. Wie realistisch ist das? Man muss ihn dreimal fragen, wie es ihm geht, damit er kapiert, dass nicht Clary oder jemand anderes gemeint ist, sonder er selber. 
Kommen wir von Simon aber zu meinem absoluten Lieblingscharakter: Magnus! Meines Erachtens ein wirklich sehr realistisch gezeichneter Charakter, mit Ecken und Kanten, die ihn nur liebenswürdiger machen. 
Was mir auch richtig gut gefällt, ist seine Beziehung zu Alec. Man liest wirklich sehr selten in Jugendbüchern – oder allgemein – von Homosexualität. Um so schöner finde ich hier, dass Cassandra Clare es hier als das Natürliche, was es auch ist, in die Geschichte eingebaut hat. Dafür hat sie meinen vollen Respekt. Sehr gut! Mal abgesehen davon, sind die beiden zusammen einfach so süß!
Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin die Seiten zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß vermischt hat, wobei ganz viele graue Stellen herausgekommen sind, die dem Leser teilweise Kopfschmerzen bereiten, weil sie nicht mehr wissen, was sie nun denken sollen. 

Mein Fazit:


Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass „City of Lost Souls“ nicht ganz so gut wie seine Vorgänger ist, denn einige Kritikpunkte wie das „Stehaufmännchen-Syndrom“, die sich über die letzten Bände entwickelt haben, treten hier nun leider völlig zum Vorschein und versalzen einem etwas das Lesevergnügen, das dennoch immer noch sehr groß ist. Denn „City of Lost Souls“ ist weiterhin spannend, aufregend und wird begleitet von einem sehr flüssig und schnell lesbaren Schreibstil der Autorin. 
Wer also Teil 1-4 der Reihe bereits gelesen hat, sollte auch auf jeden Fall „City of Lost Souls“ lesen. Und wer sich bisher noch nicht an die „The Mortal Instruments“-Reihe gewagt hat, sollte das schleunigst nachholen. Ihr verpasst wirklich etwas! 

Meine Bewertung:




Kommentare:

  1. Ab City of Fallen Angels habe ich begonnen zu merken, dass die Autorin die Geschichte eigentlich nur vor sich her schiebt, immer passiert hier und da mal was schlimmes, aber das wird ja eh rückgängig gemacht, heißt, dass diese Szenen eigentlich voll überflüssig sind. Das nervt mich und bei CoLS war es wirklich so, dass ich immer mal wieder lange Pausen gemacht habe, weil ich einfach keinen Nerv mehr hatte weiter zu lesen. Ich finde das so anstrengend und nach allem was ich über City of Heavenly Fire gehört habe, hab ich jetzt nicht unbedingt Bock auf das Buch sondern es graut mir ein bisschen davor.

    Liebe Grüße,
    May

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    1. Mhm, ich verstehe, was du meinst. Die Reihe war ja eigentlich eine Trilogie und irgendwie merkt man den Bänden danach schon an, dass sie auch wegen dem Geld geschrieben worden sind...

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  2. Hey meine Liebe :)
    Dieser 6. und letzte Band muss muss muss nun auch endlich im Deutschen erscheinen *hihi*. Habe nun bis Band 5 alle Bücher der Reihe verschlungen und will nun auch wissen, wie die Geschichte um Clary und Jace endet. Deine positive Rezension macht mir auf jeden Fall Hoffnungen, dass mir der Reihenabschluss auch gut gefallen wird.

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    1. Ja, Band 6 steht schon bei mir Zuhause. Ich bin bloß noch etwas durch die Größe etwas abgeschreckt, aber ich werde es wohl doch bald lesen ;)

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