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16.12.2014

Rezension: The Perks of Being a Wallflower – Stephen Chbosky


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Titel: The Perks of Being a Wallflower
Autor: Stephen Chbosky
Verlag: Simon & Schuster
Reihe: Nein
ISBN: 9781471116148
Sprache: Englisch
Deutsche Ausgabe: Das also ist mein Leben

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Inhalt:


Charlie is a freshman. And while he's not the biggest geek in the school, he is by no means popular. Shy, introspective, intelligent beyond his year yet socially awkward, he is a wallflower, caught between trying to live his life and trying to run from it. Charlie is attempting to navigate his way through uncharted territory: the world of first dates and mix tapes, family dramas and new friends; the world of sex, drugs, and The Rocky Horror Picture Show, when all one requires is that perfect song on that perfect drive to feel infinite. But he can't stay on the sidelines forever. Standing on the fringes of life offers a unique perspective. But there comes a time to see what it looks like from the dance floor. [Quelle: Goodreads]

Meine Meinung:


Ich bin mit einer sehr hohen Erwartungshaltung an das Buch heran gegangen – schlichtweg weil ich bisher nur Positives über „The Perks of Being a Wallflower“ gehört habe. Ich kann euch jetzt schon mal sagen, dass sie definitiv zu hoch waren. Versteht mich nicht falsch, das Buch war dadurch für mich noch lange nicht schlecht, ich hatte mir nur einfach mehr erwartet.

Fangen wir mit der Form an, wie „The Perks of Being a Wallflower“ geschrieben ist. Die Geschichte ist in Briefform verfasst, sprich der Hauptprotagonist schreibt einer unbekannten Person – zu der der Leser dann wird – Briefe über sein Leben. Ich bin zuerst gar nicht mit dieser Form des Erzählens klargekommen. Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich sie nicht gewohnt war, weil ich vorher so gut wie nie ein Buch gelesen habe, dass in dieser Form geschrieben war. Andererseits lag es auch daran, dass Charlies Schreibstil mich so gar nicht angesprochen hat. Ich finde ihn irgendwie seltsam verkorkst – damit meine ich jetzt nicht, dass er schlecht wäre, nein, ich würde sogar so weit gehen, ihn prinzipiell als gut zu bezeichnen, bloß ist er auf seine ganz eigene Art verdreht, mit der man entweder klar kommt, so wie die meisten Leser vor mir, oder eben nicht, so wie ich. 
Dass ich mit der Erzählweise nicht klargekommen bin, hat sich natürlich auch nicht positiv auf den Einstieg in das Buch ausgewirkt. Für mich ist er einfach nur zäh, uninteressant und – ja, ich wage schon fast zu behaupten – langweilig gewesen. Lange war für mich keine richtig interessante Story in Sicht – und sollte ich jetzt den Inhalt des Anfangs zusammenfassen, wüsste ich ehrlich nicht, was ich schreiben sollte.
Auch mit Charlie bin ich zu Beginn des Buches nicht wirklich klar gekommen – und auch jetzt, nach dem Beenden des Buches, verstehe ich viele seiner Verhaltensweisen einfach nicht. Genau wie sein Schreibstil finde ich ihn irgendwie seltsam verdreht – und schon wieder finde ich das Wort verkorkst ganz passend. 
Zwischendurch habe ich daran gezweifelt, ob ich das Buch nun wirklich zu Ende lesen sollte. Erst ca. ab Seite 70 konnte ich ab und zu etwas positives erhaschen und langsam begann ich auch, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Auch Charlie wurde mir langsam etwas sympathischer.
Etwa nach 150 Seiten ging es dann steil bergauf. Endlich ist es so berührend, wie alle immer versprochen habe! Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch Charlie lieben gelernt. Und schon flogen die Seiten nur so dahin! Von dem vorher noch so langsamen Tempo war nichts mehr übrig geblieben. Ich war total gefesselt von der Geschichte und habe die restlichen Seiten fast in einem Rutsch durchgelesen. Endlich konnte ich verstehen, warum es so vielen so gut gefallen hat! Ich hätte mir bloß gewünscht, dass dieser Moment für mich früher gekommen wäre!

Mein Fazit:


Alles in allem lässt sich also sagen, dass ich leider das ein oder andere Problem mit „The Perks of Being a Wallflower“ hatte. Die Erzählweise ist mir lange Zeit ein Dorn im Auge gewesen und auch mit dem Hauptprotagonisten Charlie konnte ich mich bisweilen nicht so recht anfreunden. Zunächst langsam habe ich mich durch das Buch geschleppt, bis es nach etwa 150 Seiten schlagartig besser wurde. Und zwar so gut, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Schließlich lernte ich auch Charlie lieben und war schlussendlich ganz enttäuscht, als das Buch nun vorbei war – war es doch gerade so richtig gut geworden. 
Würde ich euch das Buch empfehlen? Ja, definitiv. Allerdings nicht weil es mir so unglaublich gut gefallen hat, sondern weil es viele andere so begeistern konnte, dass ich einfach hoffe, dass ihr nicht die selben Probleme haben werdet wie ich – und dass ich einfach die Ausnahme bleiben werde! Ich möchte euch nämlich definitiv nicht davon abhalten, „The Perks of Being a Wallflower“ zu lesen!

Meine Bewertung:



Kommentare:

  1. Als langer stiller Leser gebe ich dann mal Laut :D
    (und oute mich gleich mal als Fan deines Blogs, weil es bisher noch nie wirklich die Gelegenheit dafür gab :D)

    Ich kann dein Problem mit dem Buch vollkommen nachvollziehen; als ich es vor mehr als einem Jahr gelesen habe, war ich das erste Drittel über verwirrt und frustriert, eben weil alle das Buch so sehr mochten und ich so gar keinen Zugang und Sinn finden konnte. Charlie ist absolut verkorkst, da stimm ich dir total zu und genauso ist auch das Buch.
    Trotzdem hat es mich sehr berührt, quasi von hinten nach vorne. Die Gedanken, die Charlie teilweise hat (warum reicht es nicht aus, ich zu sein?) und auch die Konflikte, die jeder Heranwachsende mehr oder weniger in dieser Art hat (wer bin ich, wie werde ich wahrgenommen, wo will ich hin, wer hilft mir dabei oder wer nicht?), fand ich total schön dargestellt. Ich erinnere mich noch an viele kleine Textstellen, die mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht haben, noch immer.
    Und das war dann für mich der Auslöser, das Buch doch lieben zu lernen, obwohl es einem das nicht leicht macht, das ist leider wahr.

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Das freut mich, dass dir mein Blog gefällt! :D
      Ja, da stimme ich dir absolut zu. Diese Fragen sind wirklich gut eingearbeitet und zudem auch noch zeitlos, was ja immer sehr schön ist. Oh, ja, auch ich habe doch die ein oder andere Stelle gefunden, die mich zum Nachdenken angeregt hat!
      Ich mag deinen Satz total mit dem "obwohl es einem das nicht leicht macht", weil es meine Beziehung zu dem Buch gerade total auf den Punkt trifft! :D

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  2. Mir hat das Buch damals echt richtig gut gefallen, aber ich konnte auch schon immer verstehen, wenn jemand damit nicht so ganz klar kommt.
    Ich würde dir aber auf jeden Fall den Film empfehlen, damit kannst du vielleicht mehr anfangen :)

    Liebe Grüße

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    1. Danke für den Tipp, dann werde ich bei passender Gelegenheit definitiv auch mal den Film anschauen! :D

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  3. Ich muss mich hier auf als Fan des Buchs outen, aber ich verstehe dich voll und ganz!
    Charlie ist wirklich einfach so vollkommen anders, aber trotzdem konnte ich so viel tolles in dem Buch entdecken! Ich kann dir auch wie Aileen nur empfehlen mal in den Film reinzugucken. Da ist das ganze ein bissen "einfacher" :D
    Liebe Grüße :)

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    1. Das ist schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat! :)
      Okay, dann werde ich wohl wirklich den Film mal ansehen müssen ;)

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