Seiten

23.12.2014

Rezension: The School for Good and Evil – Soman Chainani


Bildquelle



Titel: The School for Good and Evil
Autor: Soman Chainani
Reihe: The School for Good and Evil #1
ISBN: 9780062104908
Sprache: Englisch

Verlag | Amazon | Goodreads | Lovelybooks 







Inhalt:

At the School for Good and Evil, failing your fairy tale is not an option.
Welcome to the School for Good and Evil, where best friends Sophie and Agatha are about to embark on the adventure of a lifetime.
With her glass slippers and devotion to good deeds, Sophie knows she'll earn top marks at the School for Good and join the ranks of past students like Cinderella, Rapunzel, and Snow White. Meanwhile, Agatha, with her shapeless black frocks and wicked black cat, seems a natural fit for the villains in the School for Evil.
The two girls soon find their fortunes reversed—Sophie's dumped in the School for Evil to take Uglification, Death Curses, and Henchmen Training, while Agatha finds herself in the School for Good, thrust among handsome princes and fair maidens for classes in Princess Etiquette and Animal Communication.
But what if the mistake is actually the first clue to discovering who Sophie and Agatha really are . . . ? [Quelle: Verlag]

Meine Meinung:

Oh, wie habe ich mich gefreut, als ich ausgerechnet „The School for Good and Evil“ aus meinem TBR-Jar gezogen habe, denn das Buch hört sich unheimlich spannend an und sowieso wollte ich es ganz bald lesen. Voller Vorfreude ging ich also an das Buch heran und – na ja – wurde mehr oder minder enttäuscht. 

Mit dem Anfang der Geschichte hatte ich große Probleme. Circa ab dem Punkt an dem Sophie und Agatha in ihren jeweiligen Schulen angekommen waren, wird die Geschichte gefühlt doppelt erzählt. Denn zuerst passiert der einen Protagonistin etwas in dem Unterricht und ein paar Seiten später ereignet sich fast genau das gleiche noch einmal – bloß eben mit der jeweils anderen Protagonistin. So hat sich die Geschichte unheimlich gezogen und Spannung suchte man auch erst einmal vergebens. 
Da ist es auch nicht gerade hilfreich, wenn eine der beiden Protagonistinnen – Sophie – richtig unsympathisch ist. Normalerweise braucht es bei mir wirklich sehr viel, damit ich mich so an einem Protagonisten störe, dass mir das Lesen kaum noch Spaß macht, aber genau das ist hier passiert. Nur noch die Perspektive von Agatha habe ich gerne gelesen, denn sie ist ein wirklich ehrlicher, realistischer Charakter, mit dem man sich sofort verbunden fühlt. Sophie hingegen wollte ich ständig den Hals umdrehen. Wie kann man nur so selbstsüchtig, selbstgerecht und selbstverliebt sein und dann auch noch allen ernstes behaupten, man sei gut – ja sogar eine richtige Prinzessin, die eigentlich genau gegenteilige Eigenschaften besitzen sollte? Ab und an wirkt sie dann doch etwas netter, nur um ein paar Seiten später wieder jemanden in den Rücken zu fallen oder dergleichen zu veranstalten. 
Leider ist nicht nur Sophie sehr oberflächlich, sondern auch die ganze Geschichte. Zwar klingt die Idee auf den ersten Blick unheimlich neuartig und spannend – doch hat der Autor daraus leider nicht viel gemacht. Denn die Geschichte ist komplettem Schwarz-Weiß-Denken verhaftet. Entweder man ist gut oder man ist böse. Dazwischen gibt es nichts. Und das zieht sich bis zum Schluss so durch. Das ist einerseits natürlich logisch, wenn man bedenkt, dass es hier um eine Schule für die Guten und eine Schule für die Bösen geht - aber dass es dann ja so gar kein Grau gibt?
Und ich will gar nicht erst mit den Schulfächern anfangen! Wie sinnlos können die denn noch sein? Ganz ehrlich – müssen die Bösen tatsächlich lernen, wie sie noch hässlicher aussehen? 
Auch an überraschenden Wendungen mangelt es dem Buch. Das, was wohl überraschend sein soll, wusste ich schon lange vorher. Auf Spannung kann man auch erst einmal lange warten. Erst ab etwa der Hälfte des Buches wird es langsam spannender – obwohl der Leser eigentlich immer ziemlich genau weiß, wie es weitergehen wird. 
Nur bei einer einzigen Szene am Ende hat mich Soman Chainani tatsächlich überraschen können. Darüber hinaus ist das Ende wirklich das Beste vom ganze Buch – nicht weil es dann vorbei ist, sondern weil das Buch dann endlich fahrt aufnimmt, worauf man schon so lange gewartet hat. Es ist auf seine ganz eigene Art spannend und irgendwie zugleich auch komisch. 
Positiv anzumerken ist auch die Gestaltung des Buches. Bei jedem neuen Kapitel findet man eine Zeichnung, deren Sinn ich zwar nicht immer ganz nachvollziehen konnte – vor allem dann, wenn ich in dem Moment als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, nicht recht wusste, wie sie mit der Geschichte zusammenpassen – schön anzusehen sind sie aber allemal. 

Was ich am Ende dieser Rezension noch kurz anmerken möchte – und worauf ich von einer Leserin meines Blogs aufmerksam gemacht worden bin -, ist, dass das Englisch deutlich schwieriger ist als des ein durchschnittliches Young Adult Buches. Das soll jetzt nicht heißen, dass es niemand lesen kann, man sollte sich bloß bewusst sein, dass man vielleicht das ein oder andere Wort mehr nachschlagen muss als normal. Wenn man jedoch – so wie ich – sehr viel auf Englisch liest, sollte man keinerlei Probleme mit der Verständlichkeit des Buches haben. Für jemanden, der allerdings erst angefangen hat, auf Englisch zu lesen, würde ich das Buch nur bedingt empfehlen.

Mein Fazit:

Trotz alle der negativen Punkte habe ich mich dennoch durch gerungen, dem Buch 3 Herzen zu geben (eigentlich eher 2,5 Herzen). Denn obwohl es sehr oberflächlich ist, die Spannung fehlt und ich Sophie mehrmals am liebsten an die Gurgel gesprungen wäre, hat die Idee doch sehr viel Potenzial, das jedoch leider zum größten Teil nicht wahrgenommen wird. Nur am Ende wird das Buch schließlich viel spannender und interessanter – was auf eine bessere Fortsetzung hoffen lässt, die ich auch auf jeden Fall noch lesen werde. Allerdings wohl nicht so bald, denn Sophie und ich brauchen erst einmal eine Pause, sonst wird das nichts, dass kann ich jetzt schon voraussagen. 

Meine Bewertung:



Kommentare:

  1. Oje, ich kann deinen Eindruck leider genau nachempfinden. Das Buch ist so hübsch, es hört sich so märchenhaft und zauberhaft an und dann kommt die "alles ist schwarz oder weiß" Keule. Sophie war auch mein größtes Problem, am liebsten hätte ich ihr den Hals umgedreht. Wie Agatha ihr auch noch 100 mal verzeihen konnte, verstehe ich auch nicht ganz. Wie du sagst, mit 500 Seiten für das Körnchen Handlung hatte es sich auch zu sehr gezogen. Dummerweise hatte ich mir damals gleich Band 2 dazu gekauft, weil ich dachte, ich würde es bestimmt mögen. Tja, das Buch wird noch ne Weile subben.

    Liebe Grüße,
    Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schade, dass es dir genauso ging... :(
      Na ja, mal sehen, wie es weiter geht. Ich werde es bestimmt auch irgendwann lesen - die Frage ist bloß, wann ;)

      Löschen
  2. Habe mir echt überlegt das Buch zu lesen, aber irgendwie scheint es bei vielen nicht so gut anzukommen oder meinst du es ist trotzdem lesenswert?
    LG Aly

    AntwortenLöschen

 
Design by Mira Dilemma.