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22.02.2015

Rezension: Red Rising - Pierce Brown


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Titel: Red Rising
Autor: Pierce Brown
Verlag: Hodder & Stoughton
Reihe: Red Rising Trilogy #1
ISBN: 9780345539786
Sprache: Englisch

Deutscher Titel: Red Rising

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Inhalt:


The Earth is dying. Darrow is a Red, a miner in the interior of Mars. His mission is to extract enough precious elements to one day tame the surface of the planet and allow humans to live on it. The Reds are humanity's last hope.
Or so it appears, until the day Darrow discovers it's all al lie. That Mars has been habitable - and inhabited - for generations, by a class of people calling themselves the Golds. A class of people who look down on Darrow and his fellows as slave labour, to be exploited and worked to death without a second thought.
Until the day that Darrow, with the help of a mysterious group of rebels, disguises himself as a Gold and infiltrates their command school, intent on taking down his oppressors from the inside. But the command school is a battlefield - and Darrow isn't the only student with an agenda. [Quelle: Hooder & Stoughton]

Meine Meinung:


Diese Rezension jetzt zu schreiben, ist irgendwie ziemlich hart für mich. Auf der anderen Seite aber auch notwendig, um meiner Enttäuschung und meine verwirrten und negativen Gefühlen zu ordnen und ihnen Ausdruck zu verleihen.

So, zunächst möchte ich erst einmal loswerden, dass ich mir wirklich unheimlich auf Red Rising gefreut habe. Es klang für mich nach einem umwerfenden Buch, welches mir auf jeden Fall gefallen würde. Schon alleine, dass es auf dem Mars spielt, hat bei mir zu großer Verzückung geführt. Ich meine, das ist doch etwas, was man nicht so oft antrifft! Und dann liest man ja eigentlich fast nur Gutes über Red Rising. Was sollte da dann also noch schief gehen?
Einiges, lasst es euch gesagt sein. Und ich wünschte, ich könnte an dieser Stelle etwas anderes behaupten, aber dann würde ich lügen müssen. 
Die ersten paar Seiten sind jedoch noch sehr gut und machen Lust auf mehr. Die Idee, von der man vorher durch den Klappentext und andere Blogger gehört hat, scheint beim Lesen von Red Rising selbst noch viel besser zu werden. Aber dann passiert nichts – also wirklich nichts. Oder zumindest nichts aufregendes, nichts unerwartetes. 
Alles, das passiert ist, hat man vorher schon einmal irgendwo gelesen. Später erinnert mich Red Rising sehr an Die Tribute von Panem und an noch ein paar weitere Dystopien. Also das typische Dystopien-Zeug – wenn ich es jetzt mal so nennen darf, ohne das jetzt weiter negativ zu meinen, denn auch ich lesen gerne ab und zu mal eine Dystopie. Wie auch immer, meiner Meinung nach ist der einzige größere Unterschied, dass Red Rising auf dem Mars spielt. 
Was zunächst zwar noch richtig cool ist. Man lernt ein paar interessante Dinge über den Mars kenne bzw. wie versucht wird, ihn bewohnbar zu machen, doch dann verschwindet das gänzlich. Der Rest des Buches spielt in einem ganz normalen, langweiligen Wald, wie man ihn auch auf der Erde finden könnte. Ihr könnt euch meine Enttäuschung gar nicht vorstellen!
Und der Schreibstil hat mir auch nicht recht zugesagt. Versteht mich nicht falsch. Der Schreibstil kann für jemand anderen vollkommen perfekt sein, aber zu mir hat er einfach nicht gepasst. Er war für mich zu harsch, zu grob. Bis zu einem gewissen Maß wäre das zwar noch nachvollziehbar gewesen, aber meiner Meinung nach hat der Autor es hier ein wenig übertrieben. 
Dazu kommt noch, dass es für mich in dem Buch zu viel unnötige Gewalt gibt. Ich verstehe einfach nicht, warum ein Gold einen anderen Gold töten sollte. Ich hoffe, die wo Red Rising gelesen haben, verstehen was ich gerade meine. 
Und trotz der Gewalt, der Action und der sich häufenden Kämpfe habe ich mich irgendwann angefangen zu langweilen. Und ich verstehe es wirklich nicht, weil eigentlich war da ja so viel los. Vielleicht lag es ja an meiner Unfähigkeit genau zu verstehen, was vor sich geht (was, nur um es schon mal vorweg zu nehmen, kein Problem mit der englischen Sprache war)? Nicht nur die Namen, die ich mir eh nie merken kann mit meinem miserablen Namensgedächtnis, sind mir nie ganz in Erinnerung geblieben, sondern auch die Handlung an sich. Irgendwie verknotete sich für mich alles zu einem riesengroßen Knäuel, sodass ich irgendwann komplett den Überblick verloren habe und hoffnungslos aufgeschmissen war.  
Und dann kamen da irgendwann noch griechische Götter ins Spiel. Oder zumindest ihre Namen, weil Götter waren es ja nicht richtig. Die Personen waren nur nach Göttern benannt. Aber was das für einen Sinn haben soll, ist mir nie ganz aufgegangen.
Es gab aber auch ein paar (wenige) Dinge, die mir gefallen haben. Zunächst halte ich die Charaktere für sehr realistisch gezeichnet, auch wenn sie an der ein oder anderen Stelle gerne mal etwas überreagieren. Des weiteren hat mir das Ende wirklich sehr gut gefallen. Es ist – meiner Meinung nach – definitiv der beste Teil vom ganzen Buch! Und es ist auch der Grund, warum ich trotz all der Schwierigkeiten, die ich mit Red Rising hatte, trotzdem die Reihe weiter verfolgen möchte. 

Mein Fazit:


Um es jetzt noch einmal auf den Punk zu bringen: Red Rising hat mich ziemlich enttäuscht. Ich hatte angenommen, es wäre ein großartiges Buch, aber nein. Es war langweilig, verwirrend, voll von unnötiger Gewalt und auch der Schreibstil ist für mich etwas zu harsch ausgefallen. Folglich überhaupt nicht meine Art von Buch. Aber ich kann auch definitiv verstehen, warum es so vielen anderen Lesern so gut gefallen hat, denn die Idee ist definitiv vielversprechend. Und das Ende hat mir dann so gut gefallen, dass ich die Reihe trotzdem weiterlesen möchte. Allerdings nicht allzu bald. Ich brauche erst einmal ein kleines Päuschen, um mich von meinen seltsamen Gefühlen für das Buch zu erholen. 

Meine Bewertung:




Englisch Schwierigkeitsgrad:



Kommentare:

  1. Doof, wenn ich mich jetzt freue, dass ich noch jemanden gefunden habe, der das Buch auch nicht so gut fand? :D
    Ich finde ja, dass das wirklich ein reines Geschmacksbuch ist, weil der Autor kann schon schreiben, nur leider hat er überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Den Anfang mochte ich nämlich auch noch und dann fand ich es leider nur noch langweilig. Ich muss mal gucken, ob ich der Fortsetzung noch eine Chance gebe, weil ich die Idee immer noch richtig cool finde! :D
    LG und tolle Rezension! :)

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    1. Haha, nein, das ist schon okay! Ich bin auch irgendwie froh, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin x'D
      Genau! Mich würde es mal interessieren, wenn der Autor etwas anderes schreibt, wie ich das dann finden würde und ob mir da die Geschichte dann eher zusagen würde...
      Ich werde die Fortsetzung wohl wahrscheinlich lesen, aber bis ich mich dazu aufraffen kann, vergeht wohl noch ein bisschen Zeit.
      Dankeschön! :D

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  2. Ich fand es auch nicht gut. Wie du schon sagtest, war es total langweilig und unnötig in die Länge gezogen :/ Weiterlesen werd ich sicher nicht, dafür ist mir mein Geld zu schade :)
    Manche meinten, dass Red Queen ähnlich wie Red Rising ist. Kannst du dazu vllt. was sagen? :)

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Ich hoffe ja, dass es den Folgeband irgendwann genauso billig geben wird wie Red Rising.
      Oh, nein! Da gibt es keine Ähnlichkeiten - zumindest keine die ich entdeckt habe! Davor brauchst du also keine Angst haben! Das sind zwei komplett verschiedene Geschichten, das einzige was gleich ist ist das Red im Titel. Mehr nicht. Red Queen weist Ähnlichkeiten zu The Selection, Divergent und ein paar anderen YA Büchern auf, aber Red Rising ist da definitiv nicht mir dabei! ;)

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  3. Ich habs ja schon auf eurem englischen Blog geschrieben, sehr sehr schade, dass es dir nicht gefallen konnte. Das Buch ist einfach eine Sache für sich - entweder es schlägt ein wie eine Bombe, oder es enttäuscht. Ganz erheblich vom Leser abhängig, für mich war es glücklicherweise ein Glückstreffer. Ich freue mich auch schon riesig auf "Golden Son" und schaffe es hoffentlich noch die deutsche Ausgabe abzuwarten.

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Ja, das ist echt total schade! :(
      Ich hoffe dann für dich, dass dich der zweite Teil genauso begeistern kann! Vielleicht wird er ja auch was für mich, wer weiß? :D

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    2. Vielleicht ;D Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben^^

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