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04.03.2015

Rezension: Die Auslese 02 - Joelle Charbonneau


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Titel: Die Auslese - Nie vergessen und nie vergeben
Autor: Joelle Charbonneau
Verlag: Penhaligon
Reihe: The Testing #2
ISBN: 978-3-7645-3118-8
Sprache: Deutsch

Originalausgabe: Independent Study

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Inhalt:

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ... [Quelle: Penhaligion]

Meine Meinung:

Ich war ja nicht der größte Fan vom ersten Teil von Die Auslese - im Gegensatz zu den meisten anderen Bloggern. Auch nach dem zweiten Teil kann ich den Hype immer noch nicht wirklich nachvollziehen. Jedoch hat er mir wesentlich besser gefallen und das Lesen hat auch viel mehr Spaß gemacht als noch beim Vorgänger!

Zunächst ist es nun von Anfang an sehr spannend. Man weiß als Leser ja - im Gegensatz zu Cia -, was alles während der Auslese passiert ist und dass das alles nicht so harmlos ist, wie es die Offiziellen einen gerne vorgaukeln würden. 
Natürlich weiß Cia einen Teil davon, was geschehen ist, aber eben nur einen Teil. Das schürt bei ihr eine menge Misstrauen. Schade fand ich nur, dass trotz des Misstrauens sie sich auf gewisse Personen so bereitwillig wieder eingelassen hat. Zum Beispiel finde ich ihre Beziehung zu Tomas, angesichts dessen, was er so getan hat und den ganzen Lügen darum herum, lächerlich. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Cia einfach eine selbständige, unabhängige Frau ist, die keinen Mann an ihrer Seite braucht, um stark zu sein! Meines Erachtens wäre das Buch ohne Liebesgeschichte definitiv besser gewesen!
Gestört haben mich auch einige Gespräche, die die Protagonisten so geführt haben. Teilweise klangen sie so, als hätte die jeweilige Person die Worte erst sorgsam auf Papier ausformuliert und würde sie danach erst laut aussprechen. 
Das ist auch ein Punkt, der mich allgemein am Schreibstil eher stört. Er ist so bedacht und verkopft. und klingt manchmal eher nach einem auswendig gelerntem Referat in der Schule oder einer leidenschaftslos vorgetragenen Predigt in der Kirche als nach einem Jugendbuch. 
Wenn ich zum Beispiel in einer Extremsituation stecken würde, würde ich nicht erst alle meine Optionen sorgsam abwägen und darüber nachdenken, was Dr. Barnes & Co. von mir erwarten. Ich würde aus Reflex handeln und versuchen, da wieder heil raus zu kommen! Und genau das würde ich als Autorin auch schreiben.Aber man muss der Autorin auch zugute halten, dass sich das - im Vergleich zum ersten Band - schon wesentlich verbessert hat. 
Auch ist mir die Protagonistin Cia nicht mehr so auf die Nerven gegangen. Ich finde, sie wirkt nun menschlicher, echter, einfach wie jemand, der da draußen mir auf der Straße begegnen würde. Mir ging dieses Mal jemand anderes total auf die Nerven. Damone ist so ein unleidlicher Charakter, dass man ihn am liebsten aus dem Buch jagen würde! Jede Szene mit ihm hat mich so zur Weißglut gebracht!
Man hat im Deutschen übrigens zurecht den Titel Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben gewählt. Denn das Buch ist in der Tat eine zweite kleine Auslese.
Zum Schluss sollte ich noch anmerken, dass am Ende eine ganz üble Überraschung ansteht, die ich so nie erwartet hätte. Bisher waren die beiden Bücher ja eher vorhersehbar. So fand ich die "überraschende" Wendung im ersten Teil nicht wirklich überraschend. Anders hier. Ich war aufrichtig geschockt, nie hätte ich das erwartet! Zudem ist das Ende ein richtig mieser Cliffhanger! Am liebsten hätte ich den nächsten Teil danach sofort ergriffen und weitergelesen!

Mein Fazit:

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben viel besser ist als der erste Teil. Das Lesen hat viel mehr Spaß gemacht! Auch wird der Leser von der Geschichte total in Beschlag genommen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Darüber hinaus ist der Schreibstil nicht mehr so verkopft, seltener findet man nun gekünstelte Gespräche oder unnötige Überlegungen in den falschen Situationen. 
Wenn ihr mal eine etwas andere Dystopie lesen wollt, in der es überwiegend um Köpfchen geht und nicht um Muckis, dann ist Die Auslese euer Buch!

Meine Bewertung:


Mein herzlichster Dank gilt dem Penhaligion Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Irgendwie macht mir deine Rezi Lust der Reihe noch eine weitere Chance zu geben, weil die Bücher klingen doch echt gut, aber die Protagonistin ist mir so auf den Keks gegangen, ich habe sie gehasst ._. Aber es klingt so gut xD Mal sehen, vielleicht wenn ich Zeit und Lust darauf habe ^-^ Wobei ich das eher verzweifle :D

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    1. Ich kann dich total verstehen. Aber Cia bessert sich wirklich, auch wenn sie immer noch nicht zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört ;)
      Wenn du es doch weiterlesen wolltest, sag mir bescheid, wie es dir gefallen hat! :D

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