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25.03.2015

Rezension: Nixenjagd - Susanne Mischke


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Titel: Nixenjagd
Autor: Susanne Mischke
Verlag: Aren Verlag
Reihe: Nein
ISBN: 978-3-401-06088-0
Sprache: Deutsch

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Inhalt:


Bei einem mitternächtlichen Badeausflug zum See kippt die ausgelassene Stimmung, als plötzlich eine aus der Clique fehlt: Katrin war hinausgeschwommen und nicht zurückgekehrt. Ein Badeunfall? Franziska, Katrins beste Freundin, kann das nicht glauben. Doch auf der Suche nach einer Erklärung gerät sie selbst in Gefahr und muss bald feststellen, dass sie niemandem trauen kann – nicht einmal sich selbst. [Quelle: Arena Verlag]

Meine Meinung:


Selten schreibe ich so eine negative Rezension wie diese. Doch bei diesem Buch kann ich schlichtweg nicht anders. Nixenjagd hat mich so aufgeregt, dass ich nun einfach meinen Ärger loswerden muss.

Zu Beginn ist mir sofort die typische, aber zugleich auch einfach nur unrealistische Vorstellung über das Verhalten von Jugendlichen aufgefallen. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wenn Autoren mit Stereotypen arbeiten. Oft passiert es, dass einzelne Charaktere zu sehr an Stereotypen orientiert sind, aber dass nun das komplette Buch an solchen Vorurteilen aufgebaut ist, ist einfach nicht mehr akzeptabel. Ich bin 17, also sollte ich einigermaßen wissen, worüber ich rede. Und ja, es gibt Jugendliche, die sich so benehmen. Natürlich gibt es die, da sage ich ja gar nichts dagegen. Aber ich finde es falsch, wenn die Autorin hergeht und einfach behauptet, dass alle so seien. Wir sind genauso verschieden wie Erwachsene. Man kann uns nicht alle in einen Topf werfen. Und wenn es dann doch geschieht, ärger ich mich darüber wirklich sehr. 
Übrigens ist nicht nur die Vorstellung von Jugendlichen etwas übertrieben. Auch was sie in der Schule machen müssen, ist teilweise etwas seltsam. Vielleicht sind ja da, wo ich lebe, die Ansprüche einfach nur sehr niedrig oder die „normale“ 70 Seiten lange Hausarbeit in der 11. Klasse ist echt übertrieben - wovon ich auch stark ausgehen.
Darüber hinaus sind viele Formulierungen, die die Autorin gewählt hat, etwas unglücklich. So haben manche mehr als nur eine Bedeutung und können leicht missverstanden werden, was dann dazu führt, dass ich an der ein oder anderen Stelle mich fühlte, als wäre die Autorin mir gerade auf die Zehen getreten - natürlich sinnbildlich gesprochen. 
Zudem ging mir die Protagonistin einfach nur auf den Keks. Ich kann schlichtweg nicht anders, als mit dem Adjektiv dumm zu beschreiben. Und damit will ich mich auch gar nicht weiter über sie auslassen. Sonst werde ich noch zu gemein. 
Ein weiteres, sehr großes Problem, das ich mit dem Buch hatte, ist die andauernd mitschwingende Moral. Warum lese ich denn das Buch? Um mich belehren zu lassen oder mir einen Vortrag anzuhören über etwas, das ich sowieso nicht mache? Ganz sicher nicht! Ich will unterhalten werden und keine Moralpredigt vor die Nase gesetzt bekommen. Was hat die Autorin damit nur bezwecken wollen? Vor allem wie sie es eingebaut hat! Weniger offensichtlich geht es fast gar nicht. 
Oh, und total vorhersehbar ist das Buch auch noch. An keiner einzigen Stelle konnte es mich auch nur annähernd überraschen. Das, was die Ermittler erst nach etwa 80% des Buches herausgefunden habe, wusste ich schon, als ich die Person, um die sich diese Erkenntnis drehte, zum ersten mal begegnet bin. Alles, was mit der Tat in Zusammenhang steht, habe ich zudem relativ schnell herausbekommen.
Folglich ist das Buch auch alles andere als spannend. Wenigstens lässt sich der Schreibstil leicht lesen, sodass man sich trotz nicht vorhandener Spannung irgendwie durch das Buch beißen konnte. 
Der eigentlich einzige Grund, warum ich nicht mittendrin aufgegeben habe, ist dass es so kurz ist. So habe ich deswegen wenigstens nicht allzu viel Zeit verloren. 

Mein Fazit:


Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich Nixenjagd von Susanne Mische wirklich niemandem empfehlen kann. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich jedem davon abraten würde, es zu lesen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass dieses Buch irgendjemand gefällt. Langweilige Handlung, voller Vorurteile und nicht ganz so subtiler Moralpredigten, und mit einer - ich kann es nicht anders ausdrücken - dummen Protagonistin finde ich rein gar nichts Gutes an dem Buch. Tut mir einen gefallen und lasst die Finger davon. Ihr werdet es nicht bereuen. 

Meine Bewertung:



Kommentare:

  1. Ich habe das Buch mit 13 ungefähr gelesen und muss sagen, dass es mir damals recht gut gefallen hat. Ich war auch mal eine Zeit lang richtiger Fan von Arena Thrillern aber mittlerweile bin ich mit 21 natürlich schon viel zu alt dafür :D Ich habe ehrlich gesagt diese vielen Unstimmigkeiten nicht mehr im Kopf. Wahrscheinlic hat sich die kleine Jule aber keine Gedanken darüber gemacht. :D Jetzt muss ich dir aber zustimmen. Selbst ich als Studentin würde wohl abwägen die Uni zu verlassen, wenn ein Prof eine 70 Seiten lange Hausarbeit von mir verlangen würde :D Da kann ich dich und deine Kritik nun wirklich nachvollziehen. Aber wie bitte kommt die Autorin auf sowas? :D

    Liebst, Jule♥

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    1. Irgendwie haben mir Arena Thriller noch nie so richtig zugesagt. Irgendwie hatte ich immer gehofft, dass es bloß an den Büchern lag, die ich ausgesucht habe, aber offensichtlich ist es einfach nicht meine Art von Büchern... :(
      Ja, wenn man jünger ist, macht man sich wahrscheinlich keine solchen Gedanken darüber...

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  2. Ich halte allgemein nicht sonderlich viel von Arena Thrillers, weil ich das Genre an sich auch schon nicht sonderlich mag :p Aber das was du erzählst klingt ja wirklich grausam. Wobei das mit der Moral finde ich nicht immer schlecht, also wenn das Buch auch einen tiefgründigeren Gedanken hat als einfach nur zu unterhalten. Aber man sollte es auch nicht übertreiben (:

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    1. Ich habe im Prinzip nichts gegen Moral, aber wenn es diese Moral zur Moralpredigt wird, geht es mir auf die Nerven. Ich finde es sogar richtig gut, wenn ein Buch auch tiefgründigere Gedanken beinhaltet, weil man dann beim Lesen so viel mehr mitnehmen kann, als nur die offensichtliche Geschichte. Aber wie du schon sagst, man sollte es nicht übertreiben ;)

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