Seiten

11.03.2015

Rezension: Red Queen – Victoria Aveyard


Bildquelle


Titel: Red Queen
Autor: Victoria Aveyard
Verlag: HarperTeen
Reihe: Red Queen Trilogy #1
ISBN: 9781595143662
Sprache: Englisch

Deutscher Titel: Die rote Königin

Verlag | Amazon | Goodreads | Lovelybooks





Inhalt:

Graceling meets The Selection in debut novelist Victoria Aveyard's sweeping tale of seventeen-year-old Mare, a common girl whose once-latent magical power draws her into the dangerous intrigue of the king's palace. Will her power save her or condemn her?
Mare Barrow's world is divided by blood—those with common, Red blood serve the Silver- blooded elite, who are gifted with superhuman abilities. Mare is a Red, scraping by as a thief in a poor, rural village, until a twist of fate throws her in front of the Silver court. Before the king, princes, and all the nobles, she discovers she has an ability of her own.
To cover up this impossibility, the king forces her to play the role of a lost Silver princess and betroths her to one of his own sons. As Mare is drawn further into the Silver world, she risks everything and uses her new position to help the Scarlet Guard—a growing Red rebellion—even as her heart tugs her in an impossible direction. One wrong move can lead to her death, but in the dangerous game she plays, the only certainty is betrayal. [Quelle: HarperCollins]

Meine Meinung:

Red Queen ist ein wirklich – ja, was eigentlich? Einzigartig ist es nicht unbedingt. Spannend, okay, ja, nein, eigentlich nicht immer. Nichtsdestotrotz bleibt es dem Leser in Erinnerung – also zumindest mir, denn ich kann einfach nicht aufhören, darüber nachzudenken. Dementsprechend ist Red Queen ein Buch, das hängen bleibt!

Der Anfang des Buches hat mich aber erst einmal enttäuscht. Zunächst bin ich nicht richtig durchgestiegen, denn er hatte nichts mit dem Klappentext zu tun oder mit dem, was andere Buchblogger darüber erzählt haben. Irgendwie habe ich schon befürchtet, das falsche Buch in den Händen zu halten. 
Dazu kam dann noch, dass es nicht wirklich spannend war. Es zog sich regelrecht in die Länge. Da man das, was man eigentlich erwartet hat, nicht bekommt, und das, was man stattdessen erhält, nicht wirklich interessant zu sein scheint, sank meine Lust weiterzulesen erst einmal. Für die ersten 70 Seiten habe ich also mehrere Tage gebraucht – wohingegen ich zum Beispiel die letzten 90 Seiten in einem Rutsch gelesen habe.
Das einzige, was mich durch dieser anfänglichen Problemphase gezogen hat – bzw. mich angespornt hat, trotzdem weiter zu lesen -, war der Schreibstil der Autorin. Er ist sehr bildlich und das Buch liest sich fast wie ein Film, wenn ihr versteht, was ich meine. Und dabei bleibt er trotzdem noch leicht und schnell zu lesen, also perfekt für ein Buch, das gerade nicht so fesselnd ist.
Auch habe ich bis zum Ende nie recht begriffen, in was für einer Welt das Buch nun spielt. Ist es High Fantasy? Nein, irgendwie nicht. Griechische Städte werden genannt. Aber dort spielt das Buch auch nicht – mal ganz abgesehen davon, dass es gar nicht in unserer heutigen Welt spielen kann. Wir haben verschiedene Königreiche und ich tippe wirklich darauf, dass die Welt sich an Europa anlehnt. Allerdings nicht an ein vergangenes. Denn Kameras sind zum Beispiel überall und die gab es ja bekanntlich im Mittelalter noch nicht. Aber eine Welt wie aus einer Dystopie oder einem Sci-Fi Roman ist es auch nicht. Ich hoffe wirklich, dass die Autorin beim Folgeband etwas mehr Informationen für den Leser bereithält und die Welt etwas stärker ausbildet, weil momentan ist sie nicht mehr als ein diffuses Wirrwarr. Ich habe ja stark die Vermutung, dass das Welt ähnlich gestltet ist wie bei The Queen of Tearling.
Wie auch immer, nach etwa 70 Seiten begann die Geschichte sich langsam zu dem zu entwickeln was man erwartet hat. Aber damit kamen auch die Ähnlichkeiten zu den anderen Büchern. The Selection, Divergent und ein bisschen Hunger Games. Die beiden zuletzt genannten haben mich weniger gestört, aber die Ähnlichkeit mit The Selection ging mir dann doch stellenweise etwas zu weit. Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass Maxon gleich um die Ecke kommt. Nicht lustig, kann ich euch sagen, und das obwohl ich The Selection nicht ganz so negativ gegenüberstehe wie manch andere Buchblogger. 
Irgendwie hat Red Queen ab der Hälfte es dann doch geschafft, mich zu fesseln. Denn im Gegensatz zu The Selection ist hier der Teil mit der Rebellion viel stärker ausgeprägt und sorgt für ordentlich Action und Verwirrung (im positiven Sinne). Auch ist die Idee mit den besonderen Fähigkeiten der Silvers wirklich interessant und es macht Spaß, mehr darüber in Erfahrung zu bringen. 
Die Liebesgeschichte bzw. die Dreiecksbeziehung hat zum Glück nicht alles überschattet. Normalerweise bin ich ja überhaupt kein Fan von solchen Dreiecksbeziehung, die man ja momentan überall findet. Doch hier war sie so unglaublich gut! Denn zumindest in diesem Buch endet die Liebesgeschichte komplett anders, als man es eigentlich von ihr erwarten würde. Auch folgt sie ganz dem Motto des Buches. Anyone can betray anyone! Macht euch also auf einige Überraschungen gefasst.
Aber die größte Überraschung kommt zuletzt und folgt auch ganz diesem Motto. Halleluja! Also ich bin ja eigentlich echt nicht leicht aus den Socken zu hauen, was solche überraschend angedachten Wendungen in Büchern angeht, aber das hat für mich alles in den Schatten gestellt. Also entweder war ich einfach nur zu gutgläubig mit unseren Protagonisten (besonders mit einem...) oder man kann das wirklich nicht vorhersehen. Es gab auch keine Anzeichen, woran ich hätte merken können, das etwas im Busch ist. Trotzdem erscheint es einem rückblickend nicht unlogisch, wie es ja oft der Fall ist, wenn man vorher keine solchen Anzeichen hat, sondern durchaus nachvollziehbar und irgendwie sogar unumgänglich, dass so etwas passiert. 
Abschließend muss ich jetzt noch was zu den Protagonisten los werden, die für diese wahnsinnige Überraschung verantwortlich waren. Jeder spielt hier mit jedem ein Spiel. Anyone can betray anyone! Und dieser Satz wird wirklich zu genüge wiederholt im Buch, nur nimmt man ihn nie wirklich so ernst, wie man es eigentlich sollte. Denn die Charaktere erscheinen einem so echt, so wirklich, so ohne Lügen. Und wenn man Lügen entdeckt zu haben glaubt, waren es meist solche, die die Protagonisten erkennen lassen wollten, weil dahinter noch etwas viel größeres steckt! Man glaubt zwar immer, die Lügen und Intrigen durchschaut zu haben, doch das hat man bis zum Ende nie so wirklich. Victoria Aveyard ist wirklich eine Meisterin darin, ein Netz aus Lügen und Intrigen um ihre Charaktere zu spinnen!

Mein Fazit:

Abschließend kann ich nur sagen, dass trotz des etwas schwierigen Starts, den man mit Red Queen hat, man auf keinen Fall die Hoffnung aufgeben sollte! Denn das, was danach kommt, ist wirklich unglaublich. Selten habe ich in einem Buch ein so wohl gesponnenes Netz aus Lügen und Intrigen vorgefunden und ein Wendung am Ende, die mich vollkommen unvorbereitet getroffen hat! 
Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen. Auch wenn es nicht perfekt ist, werdet ihr daran euren Spaß haben. Ich kann es gar nicht abwarten, bis endlich der zweite Teil der Reihe erscheint!

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:


Kommentare:

  1. Wow, deine Rezension macht mir noch mehr Lust auf das Buch als dein Kommentar vorhin auf meinem Blog, das ist unglaublich. :D
    Ich denke, ich werde um "Red Queen" auf keinen Fall herumkommen. ^^
    Aber mein SuB.. Der ist zwar nicht überdimensional groß, aber groß genug für mich. ^^
    Argh, das ist wohl der Fluch der Buchbloggerei. Man entdeckt immer neue, spannende Bücher und der Geldbeutel leidet. :D
    Deine Rezi ist toll! ♥
    Liebst, Michi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön! Das freut mich, denn genau das, soll sie auch bewirken :D
      Dann bin ich schon gespannt, was du dazu sagen wirst!
      Haha, ja, ich hatte noch keinen SuB als ich mit dem Bloggen anfing, aber jetzt nach etwa drei Jahren ist er fast 80 Bücher stark... xD

      Löschen
  2. Die meisten Rezensionen sind ja eher negativ, jedenfalls das was ich so mitbekommen habe ^-^ Das Buch klingt schon echt gut, aber ich habe nicht wirklich das Gefühl, dass mir das Buch besonders gut gefallen wird. Kennst du das auch? :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das Gefühl kenne ich nur zu gut. Das ist immer total mies...
      Vielleicht magst du ja trotzdem mal rein lesen z.B. in Form einer Leseprobe?

      Löschen
  3. Hey Maura :)

    schön das ich mal eine eher gute Rezi von Red Queen lese. Das freut mich und macht mir Mut. Lese das Buch gerade, bin aber gerade bei 10%. Kommt aber auch eher daher, dass ich gerade nicht so Zeit habe, Englisch zu lesen. Bin ja gerade erst wieder angefangen. Ich hoffe es gefällt mir auch so gut wie dir. Das würde mich freuen ;) Bisher gefällt es mir auch ganz gut ;)

    Liebste Grüße Sine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, es gibt ja leider einige negative zur Zeit, was ich wirklich schade finde! :(
      Ich bin mal gespannt, was du am Ende dazu sagen wirst! :D

      Löschen
  4. Hey :-)
    Das Buch und deine Rezension klingen echt toll und machen Lust auf mehr. Red Queen steht schon länger auf meiner Wunschliste, aber als deutsche Version :-D Weiß nicht, ob ich mir die Englische wirklich zutrauen würde. Habe schon so lange nichts Englisches mehr gelesen und bei meiner aktuellen Lektüre habe ich noch ein paar sprachliche Schwierigkeiten ;-D

    Liebe Grüße
    Dari von theamazingbookblog

    P.S.: Süßer Blog! Bin gleich mal Leserin geworden :-D Vielleicht hast du ja mal Lust, bei mir vorbeizuschauen! ♥

    AntwortenLöschen
  5. Huhu ^^

    Deine Rezi hat mich echt noch mehr Lust auf das Buch gemacht. Ich find die Story mega interessant.
    Das Buch steht schon auf meiner Wunschliste, seit es erschienen ist. Außerdem will ich im Moment auch mehr englische Bücher lesen. Da würde das im Moment super rein passen :)

    Liebe Grüße
    Maddie ♥
    http://maddiesdreamofwonder.blogspot.de/

    AntwortenLöschen

 
Design by Mira Dilemma.