Seiten

16.05.2015

Rezension: The Unbecoming of Mara Dyer - Michelle Hodkin


Bildquelle


Titel: The Unbecoming of Mara Dyer
Autor: Michelle Hodkin
Verlag: Simon & Schuster
Reihe: Mara Dyer #1
ISBN: 9781442421776
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: Was geschah mit Mara Dyer?

VerlagAmazon | ThaliaGoodreads | Lovelybooks





Inhalt:


After Mara survives the traumatizing accident at the old asylum, it makes sense that she has issues. She lost her best friend, her boyfriend, and her boyfriend’s sister, and as if that weren’t enough to cope with, her family moves to a new state in order to give her a fresh start. But that fresh start is quickly filled with hallucinations—or are they premonitions?—and then corpses, and the boundary between reality and nightmare is wavering. At school, there’s Noah, a devastatingly handsome charmer who seems determined to help Mara piece together what’s real, what’s imagined—and what’s very, very dangerous. [Quelle: Simon & Schuster]

Meine Meinung:


Ich hatte ja ein bisschen Angst, The Unbecoming of Mara Dyer anzufangen. Viele englische Buchblogger loben es in den Himmel, aber - um ehrlich zu sein - so wirklich hat mich der Klappentext nie angesprochen. 

Ich bin also mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen und zunächst hat es mich auch mit offenen Armen empfangen. Auch wenn es mich nicht in seinen Bann ziehen konnte, so hat es doch geschafft, dass ich mich beim Lesen wohl fühlte. 
Doch da kam schon meine erstes Problem: Es passierte nichts - also zumindest nichts nennenswertes. Maras Leben tröpfelte halt so dahin, sie durchlebte das, was man eben durchlebt, wenn man an eine neue Schule kommt. Sie hat auch keine Familie, die besonders aufregend ist. Nur ihre Vergangenheit macht sie zu etwas, über das man gerne lesen möchte. Doch darüber, erfährt man lange Zeit nicht wirklich viel. 
Dazu kommt dann noch, dass manche Handlungen so stereotypisch sind, dass man sofort weiß, was eigentlich abgeht, auch wenn die Protagonistin zu diesem Zeitpunkt noch komplett ahnungslos ist. 
Und dann auch noch das: „Wir sind füreinander geschaffen.“ Ich dachte, ich kriege die Krise! Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als eine Beziehung damit anzufangen! Hiermit war also die ganze Liebesgeschichte für mich im Eimer, denn: Wie hätte ich sie jetzt noch ernst nehmen können? Das ist wirklich schade, denn meines Erachtens wäre genau das der Aspekt des Buches gewesen, der es für mich hätte retten können. 
Denn ungefähr ab dem Punkt, wo die Handlung langsam losging, wurde es für mich zu wirr. Manchmal konnte ich ihr nicht mehr richtig folgen und manchmal ist der Übergang zwischen Realität und Wahnvorstellung so fließend, dass man nicht mehr weiß, womit man es zu tun hat. Dies kann für manch einen Leser das große Highlight sein, für mich war es ab diesem Punkt einfach nur noch konfus und ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt. 
Da hat es natürlich auch nicht geholfen, dass ich am Ende so meine moralischen Probleme mit der Protagonistin bekommen habe. Was sie da tun wollte, war einfach nicht mehr okay, auch wenn sie die Kraft dazu hat (jeder der das Buch gelesen hat, weiß hoffentlich worauf ich gerade hinaus will). Dass sie von Noah nur ganz knapp davon abgehalten wurde - also das finde, hätte so nie passieren dürfen!
Was mir am Ende, welches übrigens ein schöner Cliffhanger ist, noch den letzten Rest gegeben hat: der Kerl, der wieder zurückgekommen ist und den man eigentlich nicht zurückhaben will (ich bin mal wieder sehr kryptisch, um nicht zu spoilern…). Also unnötiger geht es ja wohl nicht mehr, oder?
Um die Rezension aber mit etwas positiven zu beenden, denn so schlecht, wie es gerade rüber kommt, war das Buch nämlich gar nicht. Es gab nur eben ein paar Dinge, die mir richtig auf den Geist gegangen sind und die musste ich einfach loswerden. Aber nun zu dem Positiven: Es lässt sich trotz aller Ärgernisse wirklich sehr leicht und schnell lesen. Michelle Hodkin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der einen gut durch die Geschichte führt und an den man sich an keiner Stelle irgendwie aufhängt.

Mein Fazit:


Wie ihr seht, The Unbecoming of Mara Dyer wird es wohl nicht in die Riege meiner Lieblingsbücher schaffen. Dazu gab es einfach zu viele Dinge, die mich gestört haben. Man muss aber fairerweise auch sagen, dass dies oft Dinge sind, die sehr persönlich sind und jeden Leser anders ansprechen. Was mich an dem Buch gestört hat, gefällt einem anderen vielleicht unheimlich gut. Deshalb will ich euch gar nicht von dem Buch abhalten, erwartet nur einfach nicht so viel davon, dann wird es euch auch nicht enttäuschen, sondern nur überraschen!

Meine Bewertung:



Englisch Schwierigkeitsgrad:



Kommentare:

  1. Wenn ich an das Buch denke, denke ich immer an "Unbecoming of Mara Schnarnase", ähnlich wie bei "Ewiglich die Schnarchsucht" :P Protagonistinnen die scheinbar unter Schlaftabletten stehen, himmelschreiend naiv sind und nichts raffen. Mara ist genauso eine. Aber ihren Typen fand ich fast noch schlimmer. Der absolute Frauenheld, doch sobald er Mara sieht, gibt es nur noch sie und niemanden mehr. Schnipp schnapp und schon war es die große Liebe. Absolut nicht mein Fall von Buch.

    Am allerschlimmsten find ichs im Zusammenhang mit dem deutschen Titel "Was geschah mit Mara Dyer"? Ja keine Ahnung! Man liest das gesamte Buch und ist kaum schlauer.

    Liebe Grüße,
    Tina

    AntwortenLöschen
  2. Mich hat der Klappentext auch nie angesprochen, aber am Ende wollte ich das Buch doch lesen und fand es auch gut ^-^ Aber ich verstehe deine Kritikpunkte schon, ich fand den Übergang von Realität in Wahn zum Teil wirklich schwierig zu verstehen und das Ende hat mich auch bisschen verwirrt xD
    Aber ich freue mich schon auf den zweiten Teil, das habe ich hier glaub ich schon seit Monaten liegen und das soll glaube ich besser sein, mal sehen (:

    AntwortenLöschen

 
Design by Mira Dilemma.