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09.09.2015

Rezension: Totengrund - Tess Gerritsen


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Titel: Totengrund
Autor: Tess Gerritsen
Verlag: Blanvalet
Reihe: Rizzoli & Isles #8
ISBN: 978-3-442-37481-6
Sprache: Deutsch

Originaltitel: Ice Cold

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Inhalt:

Dr. Maura Isles will in Kingdom Come Zuflucht vor dem Schneechaos finden. Doch es sieht aus, als hätten die Bewohner ihre Häuser nur Minuten vor ihrer Ankunft fluchtartig verlassen: Fenster und Türen stehen offen, Tische sind gedeckt – doch das Essen auf den Tellern ist festgefroren, kein Mensch weit und breit … Mauras Spur verliert sich. Bis eine Unfallmeldung Jane Rizzoli in Boston erreicht: Ein Wagen mit vier Insassen ist in eine Schlucht gestürzt. Unter den Toten ist eine Frau in Mauras Alter, und im Fond liegt ihr Gepäck … [Quelle: Blanvalet]

Meine Meinung:

Ich wusste, dass Tess Gerritsen gute Bücher schreibt. Ich hatte ja selber schon welche davon gelesen. Doch, was dieses Buch mit mir angestellt hat, hätte ich nicht erwartet. Denn wenn Maura mal an einem Buch klebt, obwohl sie eigentlich zig andere Dinge zu tun hätte, dann ist das definitiv etwas ganz besonderes!

Aber fangen wir von vorne an. Ich wusste relativ früh, dass dieses Buch das Potenzial mitbringt, mich zu fesseln - mal abgesehen davon, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Denn meine liebste Protagonistin ist Maura Isles und ja, vielleicht bin ich wegen dem Namen ein wenig voreingenommen, aber wer mag es mir schon verdenken. Sie spielt, wie dem auch sei, eine sehr wichtige Rolle in dem Buch, dreht sich das ganze Buch quasi nur um sie bzw. das, was sie erlebt.
Auch ist dies kein klassischer Mordfall bei dem dann erst Jane anfängt zu ermitteln. Nein, Maura ist mittendrin, denn sie ist mehr oder minder eines der Opfer der Tat und gerät dabei selber in Lebensgefahr. Dadurch wird die Geschichte auch so unheimlich spannend, denn man jagt dem Täter nicht nur hinterher (was Jane später macht), nein man ist plötzlich der Gejagte (durch Maura) und versucht sein eigenes Leben zu retten.
Selbstredend dass das Buch kaum spannender hätte sein können. Es gab eigentlich keine einzige Stelle, an der ich mich auch nur ansatzweise hätte langweilen könne. Wie anfangs bereits erwähnt, ich klebte förmlich an dem Buch, konnte es nicht aus der Hand legen, bis ich es schließlich zu Ende gelesen hatte - innerhalb eines einzigen Tages!
Rückblickend finde ich es allerdings etwas seltsam, dass der Kriminalfall, in den Jane relativ am Anfang des Buches involviert war, nicht näher Beachtung geschenkt worden war - aber das wäre dann wahrscheinlich auch zu viel gewesen. So ist das nicht weiter schlimm, es geschehen ja auch genug andere aufregende Dinge, die einen das schnell vergessen lassen.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die verschiedenen Personen, mit denen Maura zu tun hatte, sich so schwer habe durchschauen lassen und man eigentlich nie recht wusste, was bei ihnen im Kopf los war. Dadurch, dass man sie so schlecht einschätzen konnte, blieb man als Leser immer auf der Hut und fasste eigentlich zu kaum einem wirklich Vertrauen - abgesehen von einem Jungen, den man allerdings erst viel später kennen lernt.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich wirklich sehr leicht und schnell lesen. Und das, obwohl sie doch an der ein oder anderen Stelle den Leser einen medizinischen Fachbegriff an den Kopf wirft. Doch gerade das macht es auch so interessant, da man hier eine Autorin hat, die sich wirklich mit Medizin auskennt und sich das nicht nur im Zuge des Buche irgendwie selber angeeignet hat.
Richtig gelungen fand ich auch das Ende. Es hat einen wirklich überrascht, denn die Autorin hat es damit wieder einmal geschafft, nicht an einem von Vorurteilen belasteten schwarz-weiß Denken verhaftet zu bleiben, sondern sich davon zu lösen und dem Leser damit vor den Kopf zu stoßen. So wirkt die Geschichte noch einen Tick echter und realer.

Mein Fazit:

Mein Fazit wird euch jetzt wohl kaum überraschen: Totengrund ist das bisher beste Buch, das ich von Tess Gerritsen gelesen habe, und es hat sich sogar einen Platz in der Reihe meiner absoluten Lieblingsbüchern erkämpft. Es ist so spannend, dass ich es quasi in einem Rutsch durchgelesen habe. Bis spät Nachts bin ich wach geblieben, um es fertig zu lesen, musste ich doch unbedingt wissen, ob Maura es übersteht. Wer gerne Thriller liest oder auch nur einen Einstieg in das Genre finden möchte, dem kann ich Tess Gerritsens Bücher wirklich nur empfehlen! Die Rizzoli & Isles muss man übrigens nicht in der Reihenfolge der Veröffentlichung lesen, um alles zu verstehen, mache ich auch nicht.

Meine Bewertung:


Kommentare:

  1. Huhu,
    ich verfolge diese Reihe ja auch schon eine Weile und lese gerade "Grabkammer". Also den vorigen Band und der gefällt mir auch wieder besser als die vorigen. Diesen hier habe ich auch noch auf dem SuB. Da bin ich jetzt auf jeden Fall schon gespannt drauf!

    Alles Liebe ♥

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    1. Haha, zu den früheren Bänden kann ich gar nichts sagen, ich lese diese Reihe irgendwie kreuz und quer, habe bei dem 10. Buch angefangen, dann mit dem 7. weitergemacht, angeschließend das 11. gelesen, um nun dann Band 8 und 9 zu verschlingen. x'D
      Dann wünsche ich dir schon einmal viel Spaß beim Lesen! ♥

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