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14.10.2015

{Rezension} The Diviners - Libba Bray


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Titel: The Diviners
Autor: Libba Bray
Verlag: Little, Brown Books
Reihe: The Diviners #1
ISBN: 9780316126113
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: The Diviners - Aller Anfang ist böse

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Inhalt:

Evie O'Neill has been exiled from her boring old hometown and shipped off to the bustling streets of New York City--and she is pos-i-toot-ly thrilled. New York is the city of speakeasies, shopping, and movie palaces! Soon enough, Evie is running with glamorous Ziegfield girls and rakish pickpockets. The only catch is Evie has to live with her Uncle Will, curator of The Museum of American Folklore, Superstition, and the Occult--also known as "The Museum of the Creepy Crawlies."
When a rash of occult-based murders comes to light, Evie and her uncle are right in the thick of the investigation. And through it all, Evie has a secret: a mysterious power that could help catch the killer--if he doesn't catch her first. [Quelle: Little, Brown Books]

Meine Meinung:

The Diviners hat es mir definitiv nicht leicht gemacht. Ich habe wirklich lange für das Buch gebraucht, ewig würde ich fast sagen. Auch hat es mehr oder minder Mitschuld an einer Leseflaute gehabt. Mehrmals habe ich es beiseite gelegt, nur um es dann ein paar Tage oder Wochen später wieder in die Hand zu nehmen, weil ich es einfach nicht abbrechen wollte, hatte es doch so viele begeisterte Rezensionen bekommen. Da musste doch einfach irgendetwas dahinterstecken! Was genau daran Schuld war, dass ich so große Probleme mit dem Buch hatte, versuche ich im Folgenden zu erläutern. 

Zum einen lag es an der Story. Ich habe wirklich lange gebraucht, um überhaupt richtig zu verstehen, was vor sich geht. Das liegt einerseits daran, dass die Autorin sehr viele verschiedene Perspektive einsetzt, schnell zwischen diesen wechselt und ich irgendwann nicht mehr wusste, wer genau wer ist und was dieser dann genau macht. Auch machen die Perspektiven anfangs nicht wirklich den Eindruck, als hätten sie irgendetwas miteinander zu tun. Dies stimmt natürlich nicht, aber da sie wirklich komplett verschieden waren und nicht einmal ein gemeinsamer Nenner bestand, war ich einfach komplett aufgeschmissen. 
Auch ist der Schreibstil der Autorin nicht gerade der schnellste. Viele Beschreibungen halten die eigentliche Handlung auf. Dies mag manchen gefallen, mir war es allerdings etwas zu viel. Auch ist er wahrlich anspruchsvoller als der, der meisten YA Bücher. Zwar konnte ich alles problemlos verstehen, etwas länger gedauert hat es dann aber doch. Das war jedoch ausnahmsweise nicht sonderlich negativ, denn dadurch konnte ich wirklich das ein oder andere neue Wort oder einen Ausdruck neu lernen, was wirklich toll war, da dies in einem typischen YA Buch mittlerweile nur noch recht selten passiert. Auch erzeugt die Autorin mit ihrem Schreibstil eine gewisse Stimmung, die einen wirklich in die Zeit transportiert, in die das Buch spielt. So kann man ein ganz anderes New York kennen lernen, als man es sonst aus Büchern, Filmen oder den Nachrichten gewohnt ist. 
Das Lernen von neuen Wörtern und Redewendungen alleine hat mich aber nicht am lesen gehalten. Die Spannung hätte es tun müssen. Nur leider war diese lange nicht da. Dadurch, dass ich so lange nicht wusste, was genau vor sich geht, konnte ich auch nicht wirklich mitfiebern. Ja, da wurde jemand ermordet. Aber das alleine sorgt bekanntermaßen nicht für Spannung, sonst wäre jeder Thriller oder Krimi automatisch mega spannend.
Die besagte Spannung kam erst, als die richtigen Ermittlungen seitens unserer Protagonistin anfingen. Das war für mich auch so langsam der Wendepunkt der Geschichte. Denn irgendwann begriff ich endlich, was vor sich ging. Alle Perspektiven passten nun zusammen, vorsichtig verwoben sie sich miteinander und ergaben ein stimmiges Gesamtbild. 
Und da begann ich auch endlich eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Evie schloss ich richtig ins Herz, auch Will hat es mir richtig angetan. Alle Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet, sehr lebensnah und realistisch. Man nimmt ihnen alles ab, sie sind einfach so authentisch.
Jetzt begriff ich auch endlich die Idee, die hinter allem steckt. Lasst mich euch eines sagen: es war es SO wert, dass ich durchgehalten und mich durch den Anfang gebissen habe. Selten habe ich eine so vielschichtige und gut durchdachte Idee gesehen wie hier. So viele verschiedene Elemente waren schon früh in die Geschichte eingebaut worden durch die Autorin, die sich nun langsam mit einer erschreckenden Deutlichkeit offenbarten. Nichts kam wie aus dem Himmel gefallen, alles hatte wurde nach und nach aufgebaut und gab nur eben jetzt erst Sinn.
Und ja, am Ende hing ich richtig an dem Buch. Die letzten 100 Seiten habe ich quasi in einem Rutsch gelesen, wobei ich mich stellenweise richtig gegruselt habe. Da hat die Autorin endlich gezeigt, was sie alles kann. Und ich war richtig beeindruckt und wollte mehr, als es schließlich zu Ende war. Es werden übrigens nicht alle Fragen beantwortet, einiges hebt sich die Autorin für den Folgeband auf. Die grundsätzliche Handlung des Buches ist jedoch beendet, nur das, was darüber hinausgeht, bleibt offen und macht - wie gesagt - definitiv Lust auf mehr.

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man also sagen, dass The Diviners wirklich SEHR lange braucht, um in Fahrt zu kommen. Vieles macht anfangs keinen Sinn und verwirrt den Leser nur. Aber als sich endlich alle Handlungsstränge zu einem großen Gesamtbild zusammenfügt haben und man alles versteht, kann man sich nicht mehr losreißen von diesem Buch. Die Spannung, die man vorher so schmerzlich vermisst hat, kommt nun mit einer Eindringlichkeit, bei der ich mir nicht vorstellen kann, das sich ein einziger ihrer entziehen kann. 
So möchte ich auch definitiv den nächsten Band der Reihe noch lesen. Ich bin mir sicher, die Autorin hat noch einiges auf Lager, blieb doch die ein oder andere Frage unbeantwortet. Auch hat sie ihr Können am Ende definitiv unter beweise gestellt. Auch wie durchdacht die ganze Story ist, ist wirklich bemerkenswert! Ich kann dieses Buch also jedem empfehlen, der sich durch einen etwas zähen Anfang nicht abschrecken lässt, um dann eine wirklich einzigartig Geschichte zu erleben!

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:


1 Kommentar:

  1. Huhu liebe Maura! :)

    Ich kann deine Kritikpunkte gut nachvollziehen, denn auch ich habe Diviners in meinem Besitz nur leider nach den ersten 200 Seiten abgebrochen. Es war eben einfach nicht spannend genug und konnte mich so gar nicht zum Weiterlesen bewegen. Vielleicht gebe ich dem Buch aber heuer zu Halloween noch eine Chance. ;)

    Alles Liebe <3

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