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21.10.2015

{Rezension} The Rosie Effect - Graeme Simsion


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Titel: The Rosie Effect
Autor: Graeme Simsion
Verlag: Penguin
Reihe: Don Tillman #2
ISBN: 9781405918060
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: Der Rosie-Effekt

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Inhalt:

Forty-one-year-old geneticist Don Tillman had never had a second date before he met Rosie.
Now, living in New York City, they have survived ten months and ten days of marriage, even if Don has had to sacrifice standardized meals and embrace unscheduled sex.
But then Rosie drops the mother of all bombshells. And Don must prepare for the biggest challenge of his previously ordered life - while dodging deportation, prosecution and professional disgrace.
Is Don Tillman ready to become the man he always dreamed of being? Or will he revert to his old ways and risk losing Rosie for ever? [Quelle: Penguin]

Meine Meinung:

Ich habe mich ja richtig auf The Rosie Effect gefreut, denn The Rosie Project hat mir einfach so wahnsinnig gut gefallen, dass ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie The Rosie Effect schlecht hätte sein können. Na ja, schlecht direkt ist es nicht, doch es kommt leider nicht einmal annähernd an The Rosie Project heran. Wieso das so ist, versuche ich im folgenden in Worte zu fassen.
Zunächst fing es aber wieder gewohnt gut an. Don ist wieder zum schießen komisch. Das beste an ihm ist ja, dass er sich dessen gar nicht bewusst ist und oft nicht versteht, was er da eigentlich gerade gesagt hat, dass sein Gegenüber so (für ihn) komisch reagiert. Man kann einfach nicht anders, als Don lieb zu haben - zumindest zu Beginn.
Anfangs ist die Story auch noch richtig gut. Rosie wird schwanger und stellt Don damit vor ungewohnten Problemen - auch mit sich selbst. Interessant ist es zu beobachten, wie er versucht, mit dieser neuen Situation umzugehen.
Der Schreibstil ist wie man das beim letzten Band bereits kennen gelernt hat, den Denkweisen des Protagonisten Dan angepasst und enthält deswegen auch den ein oder anderen Fachbegriff und einen Ausdruck, den man so eher selten hört. Dies verstärkt beim Lesen aber die Glaubwürdigkeit des Protagonisten und passt daher auch perfekt zur Story.
Das war es aber auch erst einmal mit dem Positiven. Denn in dem zweiten Band übertreibt der Autor es manchmal.
So hagelt es sehr heftig auf Dan ein - und zwar von allen Seiten. Irgendwie werden plötzlich die meisten Personen unsympathisch und egoistisch und verursachen sich gegenseitig nur Schmerzen und Probleme. Auch Don stellt sich - selbst für seine Verhältnisse - teilweise echt doof an, was den Leser nun auch zu nerven beginnt. Manchmal ist es einfach zu viel und man möchte Don am liebsten einmal kräftig durchschütteln. Doch besonders Rosie hat mich aufgeregt. Es war ihre Entscheidung und jetzt macht sie deswegen Don Vorwürfe, weil er, wie es ja zu erwarten war, nicht 100% damit zurecht kommt.
Allgemein fand ich die Handlung auch etwas sehr übertrieben und zugespitzt. Es war nur allzu deutlich, worauf der Autor an der ein oder anderen Stelle hinaus wollte und das hat dann beim Lesen einfach keinen Spaß mehr gemacht hat.
Auch das Ende konnte mich nicht mit dem Buch versöhnen. Besonders damit schießt der Autor nämlich über das Ziel hinaus. Ich glaube, er hätte sich kein unwahrscheinlicheres Szenario ausdenken können. Und wie es schlussendlich ausgeht, war ja auch von Anfang an klar. So gibt die Story nicht sonderlich viele Überraschungen her, es ist mehr ein zähes auf das Unvermeidliche hingehen. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob, falls noch ein Band erscheinen würde, ich die Story überhaupt weiterverfolgen möchte.
Denn bei The Rosie Project war die Idee - und Don - noch neu, einzigartig und so ganz anders als alles, was einem vorher so über den Weg gelaufen ist. The Rosie Effect hat diesen besonderen Charme allerdings verloren und verliert damit auch den Reiz, unbedingt gelesen werden zu müssen.

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man also sagen, dass The Rosie Effect bei weitem nicht an The Rosie Project herankommt. Nach einem Hoffnung machenden Anfang ist die Handlung einfach nur gezwungen, alle Protagonisten werden plötzlich so unsympathisch und das Lesen macht einfach nicht mehr so viel Spaß, wie man es sich wünschen würde.
Ich hatte The Rosie Effect zuerst drei Kronen gegeben. Doch als ich diese Rezi geschrieben habe und immer mehr und mehr das Negative in den Vordergrund gedrängt ist, das ich zuvor versucht habe, nicht wahrzunehmen, wurde mir klar, dass es nicht fair wäre. Besonders auch, da ich bei drei Kronen Bücher sie immer noch empfehle. Allerdings kann ich The Rosie Effect nicht guten Herzens weiterempfehlen, deswegen nur knappe zwei Kronen, die eben fast drei gewesen wären. Lesen sollte man es wirklich nur, wenn man sich all dieser auftretenden Probleme bewusst ist und einen die Story trotzdem so interessiert, dass man sie lesen möchte.

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:


Kommentare:

  1. Der Meinung kann ich mich anschließen. Mich hat es leider auch enttäuscht :-/

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  2. Oje :/ Ich habe es noch hier liegen und gerade wegen solchen Eindrücken, wie deinem, bisher noch nicht gelesen. Gerade die Idee, das Neue, die unfreiwillige Komik, das war so gut an "The Rosie Project". Das hört sich jetzt eher nach einer Fortsetzung an, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Vielleicht überlege ich es mir noch, oder ich vertausche das Buch. Mal sehen...

    Liebe Grüße,
    Tina

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