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07.10.2015

{Rezension} The Shock of the Fall - Nathan Filer


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Titel: The Shock of the Fall
Autor: Nathan Filer
Verlag: HarperCollins
Reihe: Nein
ISBN: 9780007491452
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: Nachruf auf den Mond

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Inhalt:

‘I’ll tell you what happened because it will be a good way to introduce my brother. His name’s Simon. I think you’re going to like him. I really do. But in a couple of pages he’ll be dead. And he was never the same after that.’ [Quelle: HarperCollins]

Meine Meinung:

Wenn ich jetzt an The Shock of the Fall denke, erinnere ich mich an eine Geschichte, die so eigentlich nicht in mein Beuteschema passt, die mir aber trotzdem richtig gut gefallen hat.

Das beste an dem ganzen Buch, ist definitiv die Story. Sie ist einzigartig, ergreifend, aus dem Leben gegriffen und doch nichts alltägliches. Ein Schicksal, das jeden berühren, jeden schocken wird, und so aufgebaut ist, dass die Geschichte spannend ist, obwohl sie sich nicht schnell bewegt.
Dem Leser wird einiges vorenthalten, erst nach und nach erfährt man dann alles, kann die Einzelteile zusammensetzen, bis man am Ende ein vollständiges Bild vor sich hat. Dies kreiert genau dieses Gefühl, das man unbedingt weiterlesen müsse, denn man will ja unbedingt wissen, was eigentlich passiert ist.
Der Protagonist ist auch kein typischer Protagonist. Er ist gebrochen und doch ganz. Nicht sonderlich heldenhaft, lässt sich auch gerne mal treiben. Schlichtweg nichts, was wir so gewohnt sind. Normalerweise loben wir Stärke und das Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten. Hier ist es genau die Schwäche, die er zeigt, die uns zu berühren weiß - denn wir sind alle eben auch schwach, durchgehend stark ist niemand. Matthew ist wie wir und doch vollkommen anders.
Mit seinem Schreibstil vervollständigt der Autor den Eindruck, den man von der Story und dem Protagonisten bekommen hat. Die Geschichte erzählt der Protagonist nämlich selbst auf seine ganz eigen und verschrobene Art und Weise. Dabei spricht er den Leser auch gerne mal direkt an. Und das alles so, dass man es mit keinem anderen Schreibstil wirklich vergleichen kann.
Ich flog also nur so durch das Buch. Manchmal war ich verwirrt, manchmal sogar abgestoßen und dann wieder tief berührt. Der Autor schafft es den Leser die Augen zu öffnen, ihn zum Nachdenken zu bringen. Manchmal muss man das Buch zur Seite legen, nicht weil es einen langweilt, sondern weil so viel gerade auf einen einströmt, dass man einfach ein paar Minuten braucht, um alles zu verarbeiten - sonderlich lange kann man das Buch dann aber nicht aus der Hand legen.
Das Ende macht Hoffnung. Es ist ein Anfang. Kein Ende. Man verlässt das Buch mit einem guten Gefühl trotz dessen, was passiert ist. Und wenn man dann The Shock of the Fall zuschlägt, weiß man, dass man nie wieder so ein Buch lesen wird.
Ja, es ist - zumindest für mich - nicht perfekt. Es hat seine Macken. Deshalb auch nur 4 von 5 möglichen Kronen. Doch das ist etwas persönliches, etwas, das sonst niemanden stört außer mir selbst.

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man sagen, dass The Shock of the Fall einzigartig, berührend, manchmal auch provokativ, aber auf jeden Fall Augen öffnend ist. Es geht um Krankheit und Tod, aber auch um Hoffnung und einen Neuanfang. Alles erzählt aus der Sicht des Protagonisten Matthew, der sich manchmal etwas unbeholfen ausdrückt, den Leser direkt anspricht - und einfach nicht dem klassischen Erzählschema folgt. Doch dies stört nicht - ganz im Gegenteil, es schafft ein besonderes Gefühl beim Lesen.
The Shock of the Fall kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Selbst wenn die Geschichte nicht etwas ist, was du normalerweise lesen würdest - lies es! Ich bin auch über meinen Schatten gesprungen, sind doch „solche“ Bücher meist nichts für mich. Doch diese Geschichte ist so wahnsinnig gut, dass sie selbst vor solchen Skeptikern wie mir nicht halt gemacht hat - und vor dir es sicher auch nicht tun wird.

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:


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