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17.12.2015

{Rezension} Ignite - Lily Paradis


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Titel: Ignite
Autor: Lily Paradis
Reihe: Ignite #1
ISBN: 9780990716006
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: ?

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Inhalt:

After her father’s untimely demise in a mining accident and her mother’s abandonment, Lauren Lindsay is no stranger to loss. She’s used to living life for one person: herself. That is, until another family tragedy thrusts three children into her care and uproots her life in ways she could never imagine. 
Lauren's first instinct is to run, until she meets their striking, mysterious neighbor Dean Powell. Their immediate chemistry and his connection with her late father just might be enough to keep her in town long enough to uncover pieces of her past that she never had answers to. Dean’s shady past and her reluctance to trust him could cost her the life she's always been searching for, but will she run back to her old life? Or will she choose to stay and live the life her father always imagined for her? [Quelle: Goodreads]

Meine Meinung:

Wenn ich in Zukunft an Ignite zurückdenken werde, wird es für mich das Buch sein, dass ich - weil ich krank im Bett lag - innerhalb eines Tages gelesen habe, auch wenn ich mich an der ein oder anderen Stelle darüber aufgeregt habe.

Fangen wir aber mit dem Positiven an: Ignite lässt sich wirklich sehr schnell und einfach lesen - selbst dafür, dass es von seinem Genre her eh schon sich eher leicht lesen lassen müsste. Man braucht nahezu keine wirkliche Konzentration, um es zu lesen - was definitiv von Vorteil ist, wenn man krank ist.
Die Geschichte ist leicht, fließt nur so dahin und man kann sich in den Strom einfach mitreißen lassen, ohne sich irgendwie groß anstrengen zu müssen, weil man zum Beispiel an etwas herumrätselt.

"Because," I beamed with happiness, "it's not about firsts. It's about lasts." (S.321)

Auch kommt man mit der Protagonistin recht gut klar, sowie auch mit allen anderen Charakteren. Sie sind zwar allesamt nicht sonderlich originell und eher nach den typischen Mustern gestrickt, dennoch kann man sie recht schnell in sein Herz schließen und mit ihnen zusammen die Geschichte erleben.
Das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten. Denn viel mehr Gutes habe ich über dieses Buch leider nicht mehr zu sagen, was wirklich schade ist, denn ich hatte deutlich mehr erwartet, als ich im Endeffekt bekommen habe.
Die Handlung, so gut sie doch „dahinfließt“, ist mindestens genauso klischeebehaftet und einfach nur unrealistisch. Mehr als nur einmal -  quasi andauern - habe ich mich gefragt, warum die Autorin so maßlos übertreibt. Wenn einer Person am laufenden Band irgendwelche Unglücke geschehen und ein Schicksalsschlag nach dem andere auf sie einprasselt, ist das weder realistisch noch sinnvoll, um den Leser an die Geschichte zu binden. Denn damit geschieht genau das Gegenteilige: Anstatt mit den Protagonisten mitzutrauern, sitzt man ganz abgestumpft da und denkt sich „Ach, nö, nicht schon wieder…!“.
Was noch erschwerend hinzukommt, ist, dass der Leser das Gefühl hat, genau diese Geschichte schon gefühlte 100mal gelesen zu haben - nur dass da die Protagonisten zufälligerweise anders heißen. Die Liebesgeschichte ist so 0815, dass sie beim Leser kaum echten Gefühle zu wecken vermag - außer vielleicht das man irgendwann etwas genervt ist und die Protagonisten ein wenig anschieben möchte, weil man ja sowieso weiß, wie es weitergehen wird - und damit meine ich nicht nur den schlussendlichen Ausgang, sondern auch die Stationen, die sie dazwischen durchlaufen müssen, um dorthin zu gelangen.

It's more like you know that a future love with that person is inevitable, but it doesn't exist in that moment. (S.231)

Und das Ende: Wow, toll, ein wahres Happy Ending. (Ja, das war Ironie.) Und plötzlich ereignet sich ganz viel Gutes, Leute, die fast gestorben sind, sind in weniger als 24 Stunden wieder top fit und wir wollen ja auch nicht vergessen, dass es plötzlich Geld regnet.
Ignite hat wirklich Potenzial, hätte die Autorin es nur geschafft, sich von den typischen Klischees zu lösen und ihre ganz eigene Geschichte zu schreiben. So aber bleibt sie nur eine von vielen, die man so gefühlt schon dutzende Male gelesen hat und eigentlich nicht noch einmal lesen möchte.

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man also durchaus sagen, dass ich alles andere als begeistert bin von Ignite. Ja, ich habe es binnen eines Tages gelesen und ja, der Schreibstil lässt sich wirklich angenehm und flüssig lesen. Aber damit enden die positiven Aspekte auch allesamt. Die Geschichte hat nichts originelles an sich. Angefangen von den 0815 Charakteren bis hin zu einer Handlung, die nicht klischeehafter und unrealistischer sein könnte.
Somit kann ich Ignite leider nicht weiterempfehlen, möchte euch aber auch gleichzeitig nicht davon abhalten, es zu lesen, falls ihr es denn lesen wollt, da es etlichen anderen gut gefallen hat. Mein Tipp wäre bloß, eure Erwartungen vielleicht ein bisschen herunter zu schrauben. Dann fallt ihr vielleicht nicht so tief.

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:

Kommentare:

  1. Huhu!
    Uhh, das hört sich ja nicht so supi an...
    Habe von dem Buch vorher noch nichts gehört, aber ich werde es wahrscheinlich auch nicht lesen.
    Trotzdem finde ich es immer schade, wenn die Handlund so klischeehaft ist. Irgendwie nimmt das die ganze Spannung.

    Liebe Grüße
    Lea von Buchjunkie

    PS: Finde es total toll, dass du auch einen Englisch Schwierigkeitsgrad-Bewertungssystem hast:) (Mein Gott, dass war jetzt ein langes Wort:D)

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    1. Haha, nein, wenn es dich nicht absolut interessiert, lass lieber die Finger davon!
      Sehr gerne, ich hoffe es hilft dir (euch) weiter und animiert vielleicht mal dazu, auch zu versuchen, ein Buch auf Englisch zu lesen! :D

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