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14.01.2016

{Rezension} The 100 - Kass Morgan


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Titel: The 100
Autor: Kass Morgan
Verlag: Little, Brown and Company
Reihe: The Hundred series #1
ISBN: 978-0316234474
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: The 100

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Inhalt:

No one has set foot on Earth in centuries -- until now.
Ever since a devastating nuclear war, humanity has lived on spaceships far above Earth's radioactive surface. Now, one hundred juvenile delinquents -- considered expendable by society -- are being sent on a dangerous mission: to recolonize the planet. It could be their second chance at life...or it could be a suicide mission.
CLARKE was arrested for treason, though she's haunted by the memory of what she really did. WELLS, the chancellor's son, came to Earth for the girl he loves -- but will she ever forgive him? Reckless BELLAMY fought his way onto the transport pod to protect his sister, the other half of the only pair of siblings in the universe. And GLASS managed to escape back onto the ship, only to find that life there is just as dangerous as she feared it would be on Earth.
Confronted with a savage land and haunted by secrets from their pasts, the hundred must fight to survive. They were never meant to be heroes, but they may be mankind's last hope. [Quelle: Hachette Book Group]

Meine Meinung:

Das erste, was mir entgegenschlug, als ich auf Twitter gepostet hatte, dass ich The 100 lese, war folgendes: Es sei viel schlechter als die Fernsehserie und ich soll nicht enttäuscht sein beim Lesen. Gut, dachte ich mir, ich kenne die Fernsehserie (noch) nicht, dann wird das Buch auch nicht durch den Vergleich heruntergezogen und ich kann es ganz unvoreingenommen genießen.

Und ja, ich habe es tatsächlich genossen. Zunächst einmal finde ich die Idee wirklich gut. Oft habe ich schon gelesen, dass die Erdbevölkerung auf ein Raumschiff flüchten musste aufgrund diverser katastrophaler Umstände. Noch nie handelte die Geschichte jedoch darüber, wie sie wieder zurückkommen. Und dass man „kriminelle“ Jugendliche dort hinunter schickt, die zum Tode verurteilt wurden, bringt seinen ganz eigenen Aspekt zu der Geschichte.
Die Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, von denen eine auch uns ermöglicht das Raumschiff näher kennen zu lernen, denn die Person, aus deren Sicht in dieser Perspektive erzählt wird, lebt dort noch - im Gegensatz zu den anderen Perspektiven, die alle auf der Erde spielen.
Die Protagonisten finde ich eigentlich allesamt nett und sympathisch, nur einer viel mir negativ auf. Negativ im Sinne von unrealistische und etwas übertriebene Charakterzüge: Bellamy. Irgendwie habe ich ihm sein Verhalten das ganze Buch hinweg nicht recht abgekauft. Trotz allem hat auch er bald mein Interesse geweckt und ich fieberte mit ihm mit, allerdings auch nur, wenn die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wurde, ansonsten geht er mir eigentlich eher auf den Geist.

But that was the thing about grief, Bellamy knew. You couldn't expect anyone else to share your suffering. You had to carry your pain alone. (S.301)

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr schnell lesen. Ich bin wirklich regelrecht durch das Buch geflogen. Und das ist auch eines der Aspekte, die mir an The 100 am besten gefallen haben: Dass es sich so schnell und unkompliziert lesen lässt. Man kann mal kurz das Buch in die Hand nehmen, wenn man auf den Bus wartete, ohne erst lange zu brauchen, um wieder in den Sog der Geschichte zu kommen, man ist sofort  wieder mittendrin.
Die Handlung ist voller Action und Spannung. Der Leser hat (fast) keinen ruhigen Moment und wird ständig in Atem gehalten. Eine Katastrophe nach der anderen ereignet sich und das positive ist: Sie wirken nicht gestelzt, künstlich herbeigezaubert, sondern durch und durch echt.
Etwas, was man bei einer Rezension zu The 100 definitiv nicht unerwähnt lassen darf, sind die ganzen Romanzen/romantischen Interaktionen, von denen es leider ein paar zu viele gibt. Neben der klassischen Dreiecksgeschichte (…), haben wir auch noch die der unsterblichen Liebe, für die man alles tun würde, selbst sein eigenes Leben opfern. Nett ist es da als Abwechslung auch die Geschwisterliebe porträtiert zu sehen, was einen schönen Ausgleich zu dem ganzen romantischen Tohuwabohu liefert, ohne das das Buch definitiv auch gut ausgekommen wäre.
Nun, zugegebenermaßen, die Story beinhaltet nicht sonderlich viele Überraschungen, ist sie doch eher vorhersehbar. Auch die „große Entdeckung“, die die Protagonisten am Ende machen, habe ich mir eigentlich schon von Anfang an gedacht - ohne wäre die Story für mich auch nicht ganz nachvollziehbar.
So kommt der Cliffhanger am Ende zwar nicht überraschend, gemein ist er trotzdem allemal. Deswegen freue ich mich auch schon so darauf, den nächsten Band in die Hand zu nehmen und die Reihe weiterzulesen.
Ach, und bevor ich fragt: Ja, ich habe es (ganz bald) vor, die TV-Serie zu schauen, hört man von ihr doch nur Gutes!

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man also sagen, dass The 100 mir im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen hat. Ja, es ist kein literarisches Highlight, manchmal etwas vorhersehbar und die ein oder andere Romanze hätte man sich vielleicht sparen können. Nichtsdestotrotz unterhält einen das Buch sehr gut. Der Leser wird immer in Atem gehalten und flieg nur so über die Seiten hinweg.
Wie das Buch im Vergleich zur Serie ist, kann ich leider nicht beurteilen - habe ich diese doch noch nicht angeschaut. Alleinstehend gefällt es mir aber richtig gut und ich kann es definitiv zumindest den Leuten weiterempfehlen, die bisher auch noch nicht die Serie geschaut haben - wie es bei den anderen steht, kann ich so natürlich nicht sagen.

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:

Kommentare:

  1. Ich bin sehr gespannt auf das Buch, da ich zuerst die Serie gesehen habe und wirklich begeistert war. Dass ein Charakter, den ich sehr interessant finde, im Buch nicht vorkommt, stößt mir etwas bitter auf...
    Deine Rezension ist von denen, die ich so gelesen habe, die Positivste. Da besteht ja noch Hoffnung ;) Meist waren die Leser genervt wegen des Liebesdreiecks oder den zu teeniehaften Charakteren.
    Wirst du einen Buch-Serien-Vergleich posten? Das würde mich sehr interessieren, gerade auch, weil du mit dem Buch begonnen hast und vielleicht deshalb die Serie nicht so gut findest (was ich aber nicht hoffe!)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Meinst du die Mutter?
      Haha, ja, liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Serie erst danach gesehen habe und so nicht schon mit gewissen Vorstellungen an das Buch gegangen bin.
      Ja, insofern ich in der nächsten Zeit einen ruhigen Moment dazu finde, werde ich es machen. :D

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    2. Ich meinte Finn (oder habe ich jetzt was falsch verstanden und ihn gibt es doch im Buch? Das wäre sehr cool :D)
      Super, dann bin ich mal sehr gespannt, wie dein Vergleich ausfällt und wie ich das empfinden werde. Freu mich schon (lass dich aber nicht stressen, deine Abivorbereitungen gehen vor - viel Erfolg wünsch ich dir! <3)

      Liebe Grüße,
      Sarah

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    3. Ach so, nein, der ist mir zumindest bisher noch nicht über den Weg gelaufen! Ich habe mittlerweile auch schon den zweiten Band (in einem einzigen Tag) gelesen und bin gerade am dritten dran und bin jetzt echt gespannt, wie es ausgehen wird!
      Ich werde den Vergleich wohl erst schreiben, wenn ich auch den dritten Band durch habe, evtl. vielleicht auch noch die zweite Staffel mit anschauen, je nach dem, wann ich dazu komme, sie anzuschauen! ;)

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  2. Hey,
    ich habe das Buch gelesen,
    bevor ich die Serie gesehen habe und finde das auch gut so.
    Hätte ich zuerst die Serie gesehen, wäre ich wohl etwas enttäuscht gewesen-
    Nichtsdestotrotz fand ich das Buch ganz gut. :)

    Alles Liebe,
    Laura

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    1. Super, dass es dir gefallen hat! Das ist wohl auch die Reihenfolge, um Gefallen an beiden zu finden. Hast du die anderen Bände eigentlich auch schon gelesen? Die liegen bei mir nämlich noch auf dem SuB. :)

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