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17.03.2016

{Rezension} Cress - Marissa Meyer


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Titel: Cress
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Macmillan
Reihe: The Lunar Chronicles #3
ISBN: 9781250007223
Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe: Wie Sterne so golden

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Inhalt:

Cinder and Captain Thorne are fugitives on the run, with Scarlet and Wolf in tow. Together they're plotting to overthrow Queen Levana and her army.
Their best hope lies with Cress, who has been trapped on a satellite since childhood with only her netscreens as company. All that screen time has made Cress an excellent hacker; unfortunately, she's just received orders from Levana to track down Cinder and her handsome accomplice.
When a daring rescue goes awry, the group is separated. Cress finally has her freedom, but it comes at a high price. Meanwhile, Queen Levana will let nothing stop her marriage to Emperor Kai. Cress, Scarlet, and Cinder may not have signed up to save the world, but they may be the only ones who can. [Quelle: Macmillan]

Meine Meinung:

Jeder scheint von The Lunar Chronicles begeistert zu sein. Alle scheinen die Reihe zu lieben. Versteht mich nicht falsch, ich mag sie auch sehr gerne, nur ganz so begeistert wie die meisten anderen kann ich leider nicht sein.

Natürlich habe ich mich dennoch richtig gefreut, die Reihe mit Cress weiterzulesen. Cress lässt sich sehr schnell lesen trotz seiner über 500 Seiten. Um genau zu sein, habe ich die letzten 300 Seiten in einem Abend gelesen, was zumindest für mich nichts Alltägliches ist.
Das liegt unteranderem an dem Schreibstil der Autorin. Er ist leicht verständlich und bringt die Geschichte klar herüber. Dadurch dass jeder der Protagonisten seine eigene Perspektive hat, weiß man darüberhinaus auch nicht nur immer, was in ihnen gerade vorgeht, aber auch, wo sie sich gerade befinden, denn sie bleiben keineswegs das gesamte Buch über zusammen. Teilweise trennen sich gewisse Handlungsstränge, um später wieder zusammenzufinden.

Maybe there isn’t such a thing as fate. Maybe it’s just the opportunities we’re given, and what we do with them. (S. 512)

So wie wahrscheinlich jeder habe auch ich meine Lieblingsperspektiven. Cinder und Kai haben mir es in diesem Buch besonders angetan, sind sie doch gleichzeitig meine Lieblingspersonen. Schade finde ich, dass man von Wolf relativ wenig erfährt in diesem Buch, das ist aber wohl der Handlung geschuldet.
Was mich von vielen anderen unterscheidet: Ich kann Thorne irgendwie nichts abgewinnen. Sein Charakter spricht mich nicht an, ich mag seine irgendwie aufgesetzt wirkende Art nicht, die auf mich zu allem Überfluss auch noch leicht arrogant wirkt.
Ähnlich ging es mir leider auch mit Cress, der Namensgeberin dieses Buches. Am Anfang fand ich sie noch cool. Ich habe ihre leicht verträumte Art gemocht. Doch wie sich später herausstellt, ist sie sehr naiv. So naiv, dass es mir teilweise schon wirklich auf die Nerven gegangen ist. Auch ihre Obsession mit einem der Protagonisten fand ich irgendwie lächerlich, da sie für mich ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr recht nachvollziehbar war.
Die Handlung trägt jedoch keineswegs dazu bei, dass das Buch sich so schnell lesen lässt. Meiner Meinung nach hat sie sich am Anfang eher gezogen und nimmt dann erst ganz zum Schluss an Fahrt auf, das liegt wohl auch an den vielen Perspektiven, da es dadurch sehr viel Zeit benötigt, alle Handlungsstränge zu beleuchten, die zur selben Zeit stattfinden und man so gefühlt machmal nicht von der Stelle kommt.
Ähnlich sieht es leider auch mit der Spannung aus, die man vor allem am Ende findet., davor aber eher vermisst. Zwar findet man sie stellenweise auch schon früher, aber das sind dann eher Einzelfälle.
Das Ende ist natürlich eher offen gehalten, fehlt da ja noch ein Band. Man lernt zum Schluss darüber hinaus eine neue Person kennen, die im nächsten Band von großer Bedeutung sein wird. Auch wenn so natürlich einige Fragen offen bleiben, lässt der Schluss den Leser keineswegs unbefriedigt zurück.
Das bedeutet jedoch nicht, dass man nicht den Drang verspürt, sofort den nächsten Band zur Hand zu nehmen. Denn trotz aller Kritik, die Story gefällt mir doch unwahrscheinlich gut und ich möchte wissen, wie die Autorin sie zu Ende webt.

Mein Fazit:

Zusammenfassend kann man sagen, dass ich die Euphorie um Cress bzw. The Lunar Chronicles nur teilweise nachvollziehen kann. Auch mir hat das Buch gepackt und nicht wieder losgelassen, bevor ich es nicht fertig gelesen hatte. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass ich auf dem Weg dorthin nicht das ein oder andere Problem hatte, wie zum Beispiel mir unsympathische Protagonisten oder eine eher schleppende Handlung. Trotz allem kann ich das Buch bzw. die Reihe wirklich jedem empfehlen, ich bin mir sicher, ihr werdet daran große Freude finden!

Meine Bewertung:


Englisch Schwierigkeitsgrad:

Kommentare:

  1. Hey :)
    Tolle Rezension. Ich habe Cress auch erst vor kurzem gelesen und kann deine Kritikpunkte wirklich gut nachvollziehen. Ich kann der Euphorie um Cress auch nicht ganz verstehen, da es ja scheinbar von jedem der Lieblingsband der Reihe ist. Ich komme mit Thorne und Cress erst so richtig zurecht, seitdem ich Winter lese, aber so richtig angetan haben die beiden es mir immer noch nicht.
    Ich finde es genauso schade, dass man von Wolf und auch von Scarlet nicht so viel erfährt, denn die beiden sind einfach meine Lieblinge.
    Genauso wie du fand ich den Verlauf auch recht schleppend. Besonders schleppend empfand ich die Zeit in der Wüste, die mich regelrecht gelangweilt hat.

    Liebe Grüße
    Isabel

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  2. Hach, ich weiß noch, ich war hin und weg von dem Buch. Gerade Cress mag ich unheimlich gerne, seltsamerweise stört mich ihre Naivität wirklich kaum. Aber sicher, du hast vollkommen recht, die 500 Seiten sind nicht ohne Längen und brauchen um in Schwung zu kommen. Doch gerade wenn ich es mit dritten Teilen anderer Reihen vergleiche, finde ich, dass hier die Reihe kaum nachlässt.

    Mal sehen, was du zu "Winter" sagst ) Das Buch war leider eine große eEnttäuschung für mich.

    Liebe Grüße
    Tina

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