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26.05.2016

{BookEmotions} Stimmungsleser


Hallo ihr Lieben, 

heute soll es bei mir um etwas gehen, das mich schon lange beschäftigt und das ich nun endlich mal loswerden möchte. Es geht um das Phänomen des Stimmungslesers. Noch nie davon gehört? Nun ich bin mir nicht mal sicher, ob es das Wort offiziell überhaupt gibt. Wenn ihr wissen wollt, was ich darunter verstehe, dann findet ihr gleich hier die Antwort. ;)


Eine kleine Definition...

Für mich ist ein Stimmungsloser jemand, der das liest, worauf er gerade Lust hat. Also niemand, der sich am Anfang des Monats hinsetzen kann und eine Leseliste schreibt, sondern jemand, der im Moment, in dem er sein letztes Buch zuklappt, erst entscheidet, welches Buch er als nächstes lesen möchte.
Bei dieser Entscheidung geht er keineswegs nach rationalen Gesichtspunkten vor, wie z.B. der Wunsch, endlich eine Reihe zu beenden, sondern nur nachdem, was er fühlt. So kann es passieren, dass er einen ganzen Monat lang nur Thriller liest und dann mehrere Monate lang von Thrillern nichts mehr sehen möchte und erst ein halbes Jahr später vielleicht wieder mal einen liest.
So kann es durchaus mal sein, dass ein Stimmungsleser monatelang nichts aus seinem eigentlichen Lieblingsgenre Fantasy liest, sondern nun plötzlich ganz viel Contemporary mit Thrillern und ein bisschen Historical Fiction mixt. 

Ein Geständnis...

Ich bin ein Stimmungsleser. Ja, ich gebe es ganz offen zu. Ich lese - zumindest privat, also nicht schulisch - nur das, worauf ich Lust habe. Leselisten haben für mich noch nie funktioniert. Ich kann dir nicht sagen, welches Buch ich nach meinem aktuellen Buch lesen möchte, selbst wenn die Fortsetzung dazu schon bei mir im Regal steht. Ich weiß es in der Regel schlichtweg selber noch nicht. 
Letztes Jahr habe ich zum Beispiel einen Monat lang nur Thriller gelesen. Warum, weiß ich selber nicht so recht, kann ich dem Genre eigentlich normalerweise nur in geringen Mengen etwas ab. Aber mir war halt danach. 
Dahingegen liebe ich zum Beispiel Klassiker. Es gibts nichts schöneres als diese alte, sorgfältig gewobene Sprache. Shakespeare und Goethe gehören zu meinen Lieblingsautoren. Allerdings habe ich ein Problem. Ich muss in der richtigen Stimmung sein, um sie zu lesen, sonst macht es mir kein Spaß, da kann das Werk noch so gut sein. Und so kann es eben durchaus mal passieren, dass ich monatelang keinen Klassiker lesen kann. Obwohl mir bei dem Gedanken daran das Herz blutet, weiß ich doch genau, dass es keinen Sinn macht, jetzt einen anzufangen. 
Das ist übrigens auch der Grund, warum die ein oder andere Neuerscheinung, auf die ich mich doch SO gefreut habe, nach einem Jahr immer noch nicht gelesen ist...

Das Leben eines Stimmungslesers...

... ist genau wie jedes andere! x'D
Nein, mal im Erst, vielen geht es so, dass sie mal darauf und mal darauf Lust haben. Nur sind wir Stimmungsleser eben noch unberechenbarer.
Das bedeutet jedoch keineswegs, dass wir im Alltag genauso sind. Ich bin ein sehr strukturierte Mensch, der alles genau plant. Da ist kein Platz für irgendwelche seltsamen Stimmungen, die es da auch einfach nicht gibt. Ich mache am Donnerstag genau das, was ich mir am Sonntag zuvor in den Kalender geschrieben habe. Dasselbe gilt für mich beim Tanzen oder anderen Dingen, die ich liebe (wie zum Beispiel das Bloggen). Alles durchgeplant. Alles strukturiert. Listen über Listen. 
Nur Leselisten kommen mir nicht unter. Sind sie noch nie und - so wie ich das sehe - werden sie auch nie. Irgendwo darf ein Mensch ja seine Stimmungsschwankungen haben. x'D


Wie geht es euch mit diesem Thema? Seid ihr auch Stimmungsleser oder könnt ihr euch Leselisten schreiben und die dann auch einhalten? Oder seid ihr keines der beiden Extreme, sondern irgendetwas dazwischen?

Kommentare:

  1. Huhu Maura,

    ich bin auch Stimmungsleser. :) Oftmals überlege ich mir zwar zum Monatsende, was ich nächsten Monat endlich mal lesen sollte, aber ob mich daran halte, ist etwas ganz anderes. ;) Ich entscheide eigentlich immer aus dem Bauch heraus, wozu ich gerade Lust habe. (Weshalb ich mich mit Rezi-Exemplaren auch echt schwer tue, weil die ja möglichst zeitnah gelesen werden sollten...)

    LG Alica

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  2. Hey liebe Maura,

    ich bin auch absolut Stimmungsleser, obwohl ich sonst ein ziemlich strukturierter Mensch und Planer bin. Ich finde, lesen ist auch einfach so ein Hobby, das ich wirklich nur mache, weil es mir so viel Spaß macht und weil s entspannend ist. Wenn ich mir da irgendwelche Verpflichtungen machen würde, wäre es ja irgendwie nicht mehr wirklich entspannend. Und mein Lesegeschmack wechselt auch quasi täglich. Mal habe ich riesige Lust auf Thriller, dann mal auf Contemporary, dann auf Klassiker, das kann ich überhaupt nicht vorhersehen.
    Daher habe ich mittlerweile auch aufgehört, Rezensionsexemplare anzunehmen, da ich weiß, dass ich sie entweder erst nach Monaten und ettlichen Erinnerungen lese oder mich vielleicht durchquälen muss, was ich wirklich nicht will.

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  3. Ich versteh' es ehrlich gesagt auch nicht, wie manche Leser schon einen Monat im Voraus planen können, was und wann sie etwas lesen. Das würde bei mir überhaupt nicht funktionieren, weil ich, jedefalls in den meisten Fällen, ebenso ein Stimmungsleser bin und manchmal sogar heiß ersehnte Fortsetzungen erst einmal außer Acht lasse, weil ich gerade Lust auf etwas anderes habe. Nur wenn ich Rezensionsexemplare von Verlagen bekomme, haben diese Vorrang, selbst wenn es meiner Beziehung zu diesem Buch dann nicht besonders gut tut, wenn ich eiegentlich ein anderen Werk lesen will. Aber da ich eigentlich nur dann einen Titel anfrage, wenn ich weiß, dass ich es jetzt oder in nächster Zeit verschlingen will, kommt auch das nur selten vor.

    Fazit: Bleib so wie du bist ;D aber ich denke, wenn man Stimmungsleser ist und das auch weiß, kommt man gut damit zurecht.

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  4. Huhu :)

    Ich bin zum Teil auch ein Stimmungsleser. Zwar erstelle ich am Anfang des Monats eine Leseliste, aber wenn ich auf ein Buch Lust habe, das nicht darauf zu finden ist, dann lese ich das einfach! Oder ich lese ein Buch nicht, welches auf der Liste steht, weil mir dann doch nicht danach ist.
    Damit habe ich überhaupt keine Probleme. Ich habe z.B. längere Zeit kaum Fantasy gelesen - dabei liebe ich das Genre. Also ging es mir damit ähnlich wie dir bei den Klassikern. Im Mai habe ich dann doch das ein oder andere Fantasybuch gelesen, was mich auch wieder gereizt hat.

    Und seien wir ehrlich: In jedem von uns steckt ein kleiner Stimmungsleser :) Was total in Ordnung ist und auch so sein soll :)

    Liebe Grüsse
    Sabs

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  5. Ich habe es mal mit Leselisten probiert, konnte die aber nie einhalten, weil mir am Ende des Monats dann doch nicht nach den Büchern war, die auf der Liste standen. Also ja, ich bin ein Stimmungsleser und hasse es allgemein egal wo eingeschränkt zu sein oder etwas vorgeschrieben bekommen zu haben.

    Alles Liebe
    May

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